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    Glasfasernetz: Projekt-Controlling soll größtmögliche Transparenz gewährleisten (29.11.2017)

    Die Verwirklichung des geplanten kreisweiten Glasfasernetzes des Landkreises ist spätestens mit den in dieser Woche begonnenen Tiefbauarbeiten in die konkrete Umsetzungsphase eingetreten. Seit der im Jahr 2013 getroffenen Entscheidung, möglichst viele Haushalte und Unternehmen im Landkreis mittels eines Glasfaseranschlusses mit schnellem Internet zu versorgen, hat sich das ambitionierte Vorhaben nicht nur sehr dynamisch entwickelt, sondern hat auch längst Modellcharakter für andere Kommunen.

    Der Beginn der Tiefbauareiten zur Verlegung des Glasfaserkabels haben am 29. November 2017 im Bienenbütteler Ortsteil Eitzen I begonnen„Von den ersten Grobplanungen bis zum jetzigen Beginn der Tiefbauarbeiten war es bereits ein sehr weiter und mitunter auch kräftezehrender Weg, der sowohl Politik als auch Verwaltung vor immense Herausforderungen gestellt hat“, fasst Landrat Dr. Heiko Blume die bisherigen gemeinsamen Anstrengungen zusammen. Und dieser Weg, so Blume weiter, sei noch lange nicht zu Ende. Dies gelte nicht nur im Hinblick auf sich immer wieder neu ergebende Frage- und Problemstellungen bezüglich des Netzausbaus in den gesetzlich als unterversorgt geltenden Gebieten (so genannten „weißen Flecken“), sondern auch hinsichtlich eines möglichen künftigen Ausbaus in den heute noch als „schwarze Flecken“ definierten Gebieten.           

    Aufgrund des sich inzwischen entwickelten Ausmaßes des Projektes bzw. dessen Komplexität, zu der ganz wesentlich auch alle bisher erfolgreich durchgeführten Vorvermarktungsphasen beigetragen haben, hat sich die Kreisverwaltung gemeinsam mit der Kreispolitik entschlossen, ein Projekt-Controlling zu entwickeln und einzuführen. Auf diese Weise sollen nicht nur die vielfältigen Parameter des Projektes dokumentiert werden. Es soll gleichzeitig größtmögliche Transparenz hergestellt beziehungsweise gewährleistet werden – dies sowohl für die Kreispolitik als auch für die Öffentlichkeit.

    Das Ziel ist neben den Projektsteuerungsaspekten vor allem die Nachvollziehbarkeit von sowohl positiven als auch negativen Veränderungen bei den unterschiedlichen Aufwands- und Ertragspositionen. Diese ergeben sich zwangsläufig aus den sich stetig entwickelnden zugrundeliegenden Mengen – sprich der Anzahl der angeschlossenen Gebäude und der Anzahl der mit der LüneCom geschlossenen Verträge.

    Das Controlling wird im Wesentlichen Soll-Ist-Vergleiche zu Aufwendungen und Erträgen sowie bestimmte Kennzahlen je Ausbaugebiet (so genannte Cluster) ausweisen. Die Vergleiche werden sich unter anderem auf die Bereiche Projektfinanzierung (Förderung), die bisher angesetzten Gesamtaufwendungen nach Einzelpositionen (zum Beispiel Honorar des Ingenieurbüros, Baukosten je Cluster, Nebenkosten) und auf die Erträge (zum Beispiel Pacht, Mitverlegungen, Hausanschlusskosten) beziehen.

    Außerdem behält das Controlling den Stand der Ausführungs- und Genehmigungsplanungen, die Bauzeiten beziehungsweise den jeweiligen Baufortschritt im Cluster im Blick und wird auf notwendig werdende Nachsteuerungsmaßnahmen hinweisen. Dazu plant der Landkreis unter anderem die Einstellung so genannter Bauaufseher. Pro Ausbaugebiet soll jeweils ein solcher Aufseher vor Ort den korrekten Ablauf der Bauarbeiten kontrollieren und sicherstellen. Darüber hinaus soll Personal zur Wahrnehmung eines Beschwerdemanagements eingestellt werden.

    Risiken beziehungsweise Unsicherheiten sollen konkret identifiziert und unter den Akteuren kommuniziert werden, um rechtzeitig agieren und steuern zu können. Die Kennzahlen beziehen sich beispielsweise auf erreichte Anschlussquoten im Cluster (Anzahl der abgeschlossenen Verträge im Verhältnis zur möglichen Gesamtzahl), auf Baufertigstellungsgrade oder auf Gesamtaufwendungen je Meter Trasse.

    Das Controlling wird sowohl regelmäßig im Kreisausschuss berichten als auch vierteljährlich über die Medien die Öffentlichkeit über den Stand des Projektes informieren. Für die Öffentlichkeit wird darüber hinaus unter der Adresse www.landkreis-uelzen.de ein Bautagebuch auf der Homepage des Landkreises eingerichtet. Dieses enthält Informationen, wann, wo und wie lange in der nahen Zukunft gebaut wird. Derzeit ist geplant, dieses Bautagebuch bereits im Dezember 2017 online zu schalten.