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    Landrat verleiht Ehrennadel des Landkreises an Horst Eckert (20.12.2017)

    Anlässlich der diesjährigen Adventsfeier des Heimatkreises Wollstein e. V. hat Landrat Dr. Heiko Blume dem 1. Vorsitzenden, Herrn Horst Eckert, die Ehrennadel des Landkreises Uelzen verliehen. Damit würdigte er das jahrzehntelange Engagement des 1. Vorsitzenden für die deutsch-polnische Friedensarbeit. Seit 30 Jahren nun sei Eckert 1. Vorsitzender des Heimatkreises. Neben den vielen Zusammenkünften des Heimatkreises hier in Deutschland pflege der Heimatkreis – insbesondere auch durch das Engagement von Horst Eckert – den Austausch mit der polnischen Bevölkerung in der alten Heimat. Blume würdigte den hohen persönlichen Einsatz von Horst Eckert. Zahlreiche Seminare, Freizeiten, Fahrten nach Wollstein (Wolsztyn), Kontakte zu den polnischen Behörden, deutsch-polnische Veranstaltungen in Polen und Deutschland, die Partnerschaft mit dem Robert-Koch-Museum in Wollstein und vieles andere sei durch Horst Eckert mit angeschoben worden. Es sei ihm nicht nur darum gegangen, den Zusammenhalt der Deutschen aus dem ehemaligen Kreis Wollstein hier durch den Heimatkreis zu stärken, sondern eben auch die Geschichte der Wollsteiner Region den Menschen bewusster zu machen und vor allem die deutsch-polnische Verständigung zwischen den geflüchteten und vertriebenen Deutschen und den jetzt im Kreis Wollstein lebenden Polen mit Erfolg voranzutreiben.

    Bei den zahlreichen Fahrten sei es Horst Eckert auch immer darum gegangen, die Teilnehmer aufzufordern, die ehemaligen polnischen Nachbarn aufzusuchen und die alten Vorbehalte abzubauen. Diese Verständigung sei gelungen. Als Höhepunkte nannte Blume die Einweihung des Robert-Koch-Museums in Wollstein, die Friedhofskapelle in Paulswiese sowie die Aufstellung von Gedenksteinen und Gedenkkreuzen auf den alten evangelischen deutschen Friedhöfen. Alle diese Maßnahmen seien nur möglich gewesen, weil Eckert die „Wollsteiner“ überzeugen konnte, sich mit dem Nachbar wieder zu verständigen. Er wusste: Nur die Betroffenen können die Verständigung und Versöhnung vorantreiben.

    „Horst Eckert hat die Hand gereicht und immer wieder Brücken gebaut. Dabei hat er sich nicht selbst in den Vordergrund gestellt, sondern immer die Menschen in der alten und neuen Heimat“, so Blume abschließend.