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    Gesundheitsregion Uelzen: Erster ESF-Projektantrag erfolgreich / "Ue-health netz" startet im März (31.01.2018)

    Die Erfolgsbilanz der „Gesundheitsregion Landkreis Uelzen“ setzt sich fort: Nachdem die Gesundheitsregion in den vergangenen beiden Jahren lokale Netzwerke geschaffen und innovative Ideen zueinander gebracht hat, war nun auch der erste Projektantrag beim Europäischen Sozialfonds (ESF) ein Treffer. Das ist ein großer Erfolg für den Landkreis Uelzen im Rahmen seiner Bestrebungen, die hiesige Gesundheitsversorgung nicht nur langfristig sicherzustellen, sondern deren Strukturen modern und für die Bürgerinnen und Bürger möglichst nutzbringend auszugestalten. Basierend auf der Vorarbeit der Arbeitsgruppe „Gesundheitsversorgung auf dem Land“, die sich unter dem Dach der „Gesundheitsregion Landkreis Uelzen“ gebildet hatte, wurde die Idee des „Ue-health netz“ entwickelt.

    Für das Projekt wurde eigens ein Logo entwickeltIm Rahmen des Vorhabens werden zukünftig Patientendaten zwischen den einzelnen Versorgern wie Ärzten, Therapeuten oder Apotheken in Echtzeit ausgetauscht. Möglich wird das durch eine digitale Plattform. Daten- und Patientenschutz spielen im Projekt eine große Rolle.

    Der Austausch von Daten soll Versorgungslücken, Systembrüche und „Zeitfresser“ zwischen den Versorgern identifizieren und letztlich minimieren. Wenn zum Beispiel ein Patient aus dem Krankenhaus kommt, wird sichergestellt, dass Hausarzt, Pflegedienst, Apotheke und Therapeuten wissen, welche Medikamente zu geben sind, welche Diagnosen gestellt wurden und wie die weitere Behandlung geplant ist. Unnötige Wege, die vor allem für ambulante Pflegedienste entstehen, wenn Rezepte und Diagnosen unklar sind, werden ausgeschlossen.

    Das „Ue-health netz“ wird durch den Datenaustausch zu einer effizienteren und damit optimierten Behandlung mit einem ganzheitlichen Therapieansatz führen, von dem am Ende beide Seiten – sowohl Patienten als auch medizinische Versorger – profitieren. Ärzte, Pflegedienste, Therapeuten und Apotheken werden zeitlich entlastet und haben so mehr Zeit für ihre Patienten. Die Plattform wird zudem so konzipiert, dass ein „Aufspringen“ anderer Versorger im ländlichen Raum möglich ist.

    Im Rahmen des Projektes sind bereits eine Reihe von medizinischen Versorgern aus dem Landkreis eingebunden, mit denen die Plattform starten wird. „Damit das Projekt aber langfristig ein Erfolg wird, sind wir im Projektverlauf auf die Mitwirkung möglichst vieler medizinischer Versorger im Landkreis Uelzen sowie dessen Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, so Anna Katharina Bölling, zuständige Sozialdezernentin des Landkreises.

    Gesucht, so Bölling, seien also auf der einen Seite Kooperationspartner, die als medizinischer Versorger im Landkreis tätig und bereit sind, mit eigenem Arbeits- und Personalaufwand eine entsprechende digitale Informationsplattform in ihr jeweiliges Tagesgeschäft zu integrieren. Erforderlich seien andererseits aber eben auch Patienten, die sich an dem Projekt beteiligen und damit einem geschlossenen Nutzerkreis ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung stellen. „Dabei wird selbstverständlich allerhöchster Wert auf die Einhaltung des Datenschutzes und die Freiwilligkeit gelegt“, so Bölling. Wer sich als Patient an dem Projekt beteilige, könne absolut sicher sein, dass die Daten nur zur Verbesserung der eigenen Versorgung genutzt werden.  

    Interessierte Versorger können sich ab sofort an den Landkreis Uelzen wenden. Ansprechpartnerin dort ist Madlen Trenker, Projektleiterin und Koordinatorin der Gesundheitsregion. Sie ist von Montag bis Freitag von 8 bis 16.30 Uhr im Gesundheitsamt Uelzen – Lüchow-Dannenberg, Auf dem Rahlande 15, Zimmer 210 und unter der Rufnummer 0581/82-476 oder der E-Mail-Adresse gesundheitsregion@gesundheitsamt-ue-dan.de erreichbar. Interessierte Patientinnen und Patienten wenden sich bitte direkt an ihren jeweiligen medizinischen Versorger.       

    Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf 300.000 Euro und wird zu 40 Prozent durch den Landkreis Uelzen und seine Projektpartner getragen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF). Innerhalb des Bewilligungszeitraums von zwei Jahren soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorangebracht und in die Strukturen der lokalen Gesundheitsversorgung möglichst praxisnah integriert werden.

    „Die Initiative steht nicht nur für die Projektträger, sondern auch für mich persönlich für ein innovatives und zukunftsweisendes Konzept zur Daseins- und Gesundheitsvorsorge auf dem Land. Ich danke allen Beteiligten, die das Projekt entwickelt und den Antrag eingereicht haben“, so Landrat Dr. Heiko Blume, der nun ebenfalls auf viele Teilnehmer hofft, um das Projekt mit Leben füllen zu können.