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    Wolfsproblematik: Umweltminister will Bürger und Tierhalter "bestmöglich schützen" (11.01.2017)

    Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel will sowohl die Bestände der Nutztierhalter als auch die Menschen vor Gefahrensituationen im Zusammenhang mit dem Auftreten von Wölfen „bestmöglich schützen“. Dies hat Wenzel heute Vertretern der Uelzener Kreispolitik sowie Vertretern heimischer Weidetierhalter im Rahmen einer Gesprächsrunde zugesichert, zu der Landrat Dr. Heiko Blume ins Uelzener Kreishaus eingeladen hatte.  

    Zahlreiche Demonstranten empfingen Umweltminister Stefan Wenzel, um Ihre Sorgen und Nöte im Zusammenhang mit dem Wolfsaufkommen zu äußern„Die Anzahl der Wolfsrisse und die Ängste der Menschen in Ihrer Region vor dem Wolf stellt für das Land eine große Herausforderung dar, die wir sehr ernst nehmen“, so Stefan Wenzel. Die Sicherheit der Menschen stehe für das Land an erster Stelle, so der Minister weiter. Auf die Forderung, den Abschuss bzw. die Entnahme einzelner Tiere zu ermöglichen, die sich zum Beispiel wiederholt Wohngebieten nähern oder Tiere gerissen hätten, antwortete der Minister: „Wir waren bisher die ersten und einzigen, die gezielt einen Wolf entnommen haben. Und wir würden dies wieder tun, sollte es erforderlich sein.“

    Landrat Dr. Heiko Blume dankte dem Minister für dessen Besuch. „Ich freue mich, dass der Umweltminister meiner Einladung gefolgt ist und wir ihm auf diese Weise verdeutlichen konnten, wie sich die aktuelle Situation der Weidetierhalter und der Menschen in den Dörfern im Zusammenhang mit dem Wolf darstellt“, so Blume im Anschluss an die Gesprächsrunde. Stefan Wenzel habe angekündigt, Weidetierrisse künftig großzügiger und flexibler zu entschädigen, was ein Schritt in die richtige Richtung sei.

    Bei der Frage nach dem Umgang mit Problemwölfen habe er sich jedoch konkretere Aussagen des Umweltministers erhofft, so Landrat Blume weiter. „Dort müssen die heutigen Spielräume im Artenschutz bei Bedarf zügig genutzt werden. Auch sind meines Erachtens bereits heute Maßnahmen in die Wege zu leiten, um den Wolf regulieren zu können, sollte sich der Bestand weiter so dynamisch entwickeln.“

    Bürgerinnen und Bürger, so Blume abschließend, müssten wissen, dass der Wolf aus Scheu vor dem Menschen weglaufe. „Es geht nicht an, dass die Menschen umgekehrt aus Furcht den Wald meiden und Kindergärten „Waldtage“ ausfallen ließen.