• Veranstaltungskalender - Jahr der sozialen Kompetenz

    4. Bildungskonferenz in der Bildungsregion Uelzen

    am 14.09.2017
    von 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr

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    Eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung über das Formular möglich - die Anzahl der Plätze ist begrenzt

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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    Veranstaltungsort:
    Georgsanstalt - Berufsbildende Schulen II
    Esterholzer Str. 71
    Gebäude Hermann-Löns-Schule
    29525 Uelzen

    Informationen zum Ablauf der Veranstaltung finden Sie im Flyer.


    Beschreibung der Sessions:

    1. Was macht eine interkulturelle Kita aus?
    Referentinnen:
    Nurka Casanova (Referentin für interkulturelle Entwicklungsprozesse)
    Maren Kurpierz (Fachbereichsleiterin Kindergärten, DRK Uelzen)

    Pädagogische Fachkräfte haben heutzutage eine zentrale Rolle in der Kultur- und Sprachvermittlung. Diese Aufgabe können sie nur erfolgreich bewältigen, wenn bestimmte Kompetenzen und Kenntnisse erworben werden. Daher stehen sie insbesondere heute vor einer großen Herausforderung, da dies nicht nur die Akzeptanz von „anderen Sichtweisen“ erfordert,  sondern auch das selbstkritische Infrage stellen eigener Einstellungen und Praktiken.
    Im Rahmen dieses Workshops werden wir uns, neben der Reflexion des eigenen Umgangs mit sprachlicher und kultureller Vielfalt, auch mit folgenden Themen beschäftigen:

    1. Wie schaffen wir, dass sich ALLE in unserer Kita, als den Ort an dem sich Kinder, Eltern und Erzieherinnen begegnen, in ihrer Vielfalt angenommen fühlen?
    2. Wie können wir mit dieser Vielfalt umgehen und sie sichtbar machen?
       

    2. Rahmenbedingungen für einen gelungenen Berufseinstieg
    Referentinnen:
    Franziska Bürgermeister (Agentur für Arbeit, Jugendberufsagentur Uelzen)
    Gesine Reinert (Schulsozialarbeiterin BBS II, Uelzen)

    1. Einführung in das Thema mit theoretischen Grundlagen – Wer darf wann was?
    2. Vorstellung des SPRINT Dual Programms als eine Möglichkeit für einen erfolgreichen Einstieg
    3. Die Laufbahn eines Erfolgsbeispiels & Unterstützungsmöglichkeiten
       

    3. Miteinander gestalten: Interkulturelle Öffnung von Vereinen und Verbänden
    Referenten:
    Ulrike Christiansen (Gustav-Stresemann-Institut, Bad Bevensen)
    Karsten Steinmann (THW Uelzen)
    Paul Dattke (Johanniter-Unfall-Hilfe, Integrationsmanager Harz-Heide)


    Die enorme Zuwanderung der letzten Jahre stellt zivilgesellschaftliche AkteurInnen wie Träger der Interkulturellen Bildungsarbeit und landesweite Verbände vor die Aufgabe, Zugewanderte und Geflüchtete in ihre Aktivitäten und Strukturen einzubeziehen. Hier setzt ein Projekt an, das das Gustav Stresemann Institut in Kooperation mit THW-Jugend und Johanniter-Unfall-Hilfe seit September 2016 durchführt: es unterstützt die Interkulturelle Öffnung der Verbände; es stärkt die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in ihrer interkulturellen Kompetenz und hilft, das von Vielfalt geprägte Miteinander in unsere Gesellschaft angemessen zu gestalten. In dieser Session werden ehren- und hauptamtlich tätige Verbandsmitarbeiter aus ihrem Erfahrungsumfeld berichten und bisherige Projektergebnisse vorgestellt.
     

    4. Interkulturelle Schulentwicklung
    Referentinnen:
    Dr. Aleksandra Janocha (Sprachbildungszentrum Celle)
    Dr. Mona Saleh (Universität Hildesheim)


    Diversität als Ressource und Bereicherung zu begreifen und umzusetzen stellt gegenwärtig eine zentrale Herausforderung für Schulen dar. Zielsetzung ist die Gewährleistung von Chancengleichheit sowie die Etablierung eines differenzsensiblen und diskriminierungskritischen Habitus. Die interkulturelle Öffnung von Schule stellt hierbei gleichermaßen Grundlage und Zielsetzung dar. Wie können Schulen als lernende Institutionen dieser Herausforderung begegnen?
    Im theoretischen Input dieses Workshops werden die Entwicklung von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Pädagogik sowie aktuelle Ansätze interkultureller Bildung dargestellt. An einem exemplarischen Beispiel wird aufgezeigt, wie interkulturelle Entwicklung von Schulen umgesetzt werden kann und welche Aspekte dabei zu beachten sind.
    Darüber hinaus werden Möglichkeiten der Umsetzung interkultureller Schulentwicklung im Unterricht, auf der personalen Ebene sowie im Bereich der Organisationsentwicklung konkret entwickelt und reflektiert werden. Die Teilnehmer*innen erwerben auf diese Art und Weise Handlungskompetenzen, die ihnen ermöglichen, interkulturelle Öffnung von Schulen zu initiieren bzw. als einen nachhaltigen Prozess an ihren Bildungseinrichtungen zu etablieren.
     

    5. Podiumsdiskussion: Drei Religionen im Gespräch
    Moderation:
    Josefin zum Felde (Landkreis Uelzen, Migration und Teilhabe)

    Diskutanten:
    Thomas Wollrath (Schulpastor BBS II, Uelzen)
    Cicek Yildiz (Ezidischer Kulturverein Heidekreis)
    Wesal Agha (Referentin für interkulturelle Bildung)


    Religionsverständnisse gestalten den interkulturellen Alltag mit. Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften werden Gemeinsamkeiten wie Unterschiede beleuchtet. Welche Chancen eröffnet ein Dialog der Religionen für unsere gesellschaftliche Zukunft und ihren Frieden?

    Deutschland ist immer mehr von kultureller Vielfalt geprägt. In der Gesprächsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern aus Christentum, Islam und Yezidentum wird gemeinsam mit dem Publikum offenen Fragen nachgegangen. So soll ergründet werden, welche Bedeutung die jeweiligen religiösen Inhalte für die Alltagsgestaltung ihrer Gläubigen und den Umgang mit Anderen haben. Welche Herausforderungen sich im eher säkularen Deutschland für das eigene, gläubige Leben wie die Gemeinschaft in der jeweiligen Religion ergeben können, wird im respektvollen Dialog ausgetauscht. Nicht selten vermischen sich gewachsene Traditionen mit Regeln aus der Religion und aktuellen Einflüssen des Umfelds wie der Zeitgeschichte. Diese Prozesse können sich im Exil konflikthaft verstärken. Manchmal entstehen – besonders für Jugendliche – Irrwege, wenn sie ohne religiöse Wurzeln ihre Interpretationen fanatisch vertreten. Es ist von Bedeutung, die eigenen religiösen Ursprünge zu kennen, von anderen zu wissen und wechselseitige Wünsche zu erfahren wie zu würdigen. Friedensstiftende Gemeinsamkeiten in religiösen Überzeugungen können brückenbauend über alle Grenzen hinweg wirken. Ein kleiner Baustein für solche Völkerverständigung im Landkreis Uelzen ist die Einladung zu diesem Gespräch.
     

    6. Uelzen interkulturell 2020
    Referenten:
    Sebastian Arning (Landkreis Uelzen, Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte)
    Benedikt Küttel (Landkreis Uelzen, Bildung integriert)


    Ein ländlich geprägter Raum wie der Landkreis Uelzen wird durch die Zuwanderung von Menschen vor besondere Herausforderungen gestellt. Eine Vielzahl vorhandener Angebote für Migranten und Migrantinnen bietet eine solide Basis, um Zukunft zu gestalten. Aufbauend auf einer Beschreibung der aktuellen Situation im Landkreis Uelzen sollen gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Ansätze für die Ausgestaltung von „Uelzen interkulturell 2020“ erarbeitet werden.