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    Fachtag Elternarbeit

    Fachtag Elternarbeit

    © iStock.com/pixdeluxe Eltern - Wichtige Partner auf dem Weg von der Schule in den BerufDer Übergang von der Schule in den Beruf bedeutet für jeden jungen Menschen einen wichtigen Schritt. Viele Akteure begleiten Schülerinnen und Schüler durch zahlreiche Maßnahmen zur Berufsorientierung. Zweifellos spielt hier die Schule als zentrale Koordinierungsstelle für die Berufsorientierung eine wichtige Rolle. Studien belegen aber, dass Informationen und Aktionen zur Berufsorientierung  für die jungen Menschen zwar hilfreich sind, dass die Eltern aber immer noch eine ausschlaggebende Rolle bei der Berufswahlentscheidung spielen.
     

     

     

     


    Vor allem Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter stehen somit vor der Aufgabe, Eltern in die schulische Berufsorientierung einzubeziehen. Eltern wiederum haben bestimmte Erwartungen an die Berufsorientierung in der Schule. Der Fachtag „Elternarbeit in der Berufsorientierung“ widmete sich der Frage, wie die Zusammenarbeit von schulischem Personal und Eltern zum Thema Berufsorientierung zum Wohle der Jugendlichen ausgestaltet werden kann.

    Der Fachtag fand am 06. März 2017 im Gustav-Stresemann-Institut in Bad Bevensen statt und wurde gemeinsam von den Bildungsregionen Uelzen und Lüneburg organisiert. Die Einladung richtete sich an Lehrkräfte, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Schulsozialarbeit, Eltern und alle Interessierten. 

    Eine Übersicht zum Ablauf der Veranstaltung mit Vorstellung der Workshops steht Ihnen zur Ansicht oder Download bereit.

    Artikel "Eltern - wichtige Partner auf dem Weg von der Schule in den Beruf" (15.03.2017)

    Auf starkes Interesse ist eine gemeinsame Veranstaltung der Bildungsbüros der Landkreise Uelzen und Lüneburg gestoßen. „Ich freue mich, dass so viele Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Schulsozialarbeit und der Berufseinstiegsbegleitung der Einladung der Bildungsregionen Uelzen und Lüneburg gefolgt sind“, richtete sich Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume in seinem Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtages „Eltern – wichtige Partner auf dem Weg von der Schule in den Beruf“ im Gustav-Stresemann-Institut in Bad Bevensen. Den richtigen Beruf zu finden, sei keine leichte Aufgabe für die Jugendlichen. Umso wichtiger sei, dass Lehrkräfte und Eltern zusammenarbeiten und auch außerschulische Partner einbezögen.

    Ruhe, Geduld, Humor und Offenheit empfahl Prof. Dr. Dirk Plickat, Erziehungswissenschaftler an der Ostfalia Hochschule in Suderburg, allen Beteiligten. Traditionelle Vorstellungen von Beruf und Berufswahl würden heute nicht mehr greifen. In regionalen Kooperationen von Elternhaus, Schule und Wirtschaft sieht Plickat eine wichtige Bedingung für eine gelingende Berufsorientierung.
     
    Wie derartige Kooperationen konkret funktionieren können, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier Workshops erfahren. Roger Wienecke stellte zusammen mit Renate Peters vom Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen ein Konzept zur Berufsorientierung an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Schneverdingen vor. Die Kombination aus enger Zusammenarbeit von Schule, Eltern, Ausbildungsbetrieben sowie den Schülerinnen und Schülern mit einer individualisierten Beratung und Betreuung bis ins erste Ausbildungsjahr sorgt dort für deutlich weniger Ausbildungsabbrüche.

    Michael Bitzan und Lutz Wedel, Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass, bildeten zusammen mit Imke Meyer vom Lessing-Gymnasium in Uelzen das Referententeam eines weiteren Workshops. Die Dokumentation von Maßnahmen zur Berufsorientierung als ein Bindeglied zwischen Schule und Elternhaus, über das Jugendliche mit ihren Eltern ins Gespräch kommen können, war hier das Thema.

    Sönke Voss und Sabine Salzmann, Berater Berufsorientierung der Niedersächsischen Landesschulbehörde Lüneburg, stellten verschiedene Angebote der Landesschulbehörde und des Kultusministeriums vor. So können Schulen bei der Koordinierungsstelle Berufsorientierung zum Beispiel ein spezielles Schüler-Eltern-Seminar zum Thema Berufsorientierung buchen.

    Dr. Judith Moll und Gabriele Schnelle von der Agentur für Arbeit erarbeiteten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Vorschläge für Veranstaltungen, mit denen Lehrkräfte und andere schulische Mitarbeiter Eltern in die Maßnahmen zur  Berufsorientierung ihrer Kinder einbinden können.
     
    Abschließend zog Elke Oppermann, Dezernentin Berufsorientierung bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde Lüneburg, aus dem erstmals durchgeführten Fachtag das Fazit, dass gelingende Berufsorientierung eine Aufgabe zur Zukunftsgestaltung ist. Die Kooperation der Beteiligten in den Bildungsregionen an den konkreten Fragen vor Ort sei dafür die Grundlage.