• Energiegewinnung

    Am Entsorgungszentrum Borg wird auf verschiedene Weisen Strom gewonnen.

    Energiegewinnung aus Bioabfällen

    Der Bioabfall (Substrat) wird in eine spezielle Biogasanlage, eine sogenannte Trockenfermentationsanlage, gefüllt und verweilt dort für etwa 23 Tage. In dieser Zeit wird aus den biologischen Abfällen Biogas gewonnen.

    Nach der Reinigung und Trocknung des Gases, wird dieses noch auf dem Betriebsgelände mittels Blockheizkraftwerken (BHKW´s) verstromt. Der Strom und die Abwärme werden für sämtliche Betriebsgebäude genutzt. Dadurch spart man jährlich hohe Energiekosten ein. Der ungenutzte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Der Erlös daraus fließt in die Gebührenkalkulation mit ein und stabilisiert die Abfallgebühren.

     

    Energiegewinnung aus Deponiegas

    Bei der biochemischen Zersetzung des Mülls aus dem Deponiekörper entsteht ein Methangasgemisch. Eine unkontrollierte Ausgasung führt zur Geruchsbelästigung, lokalen Vegetationsschäden –und einer Verstärkung des Treibhauseffektes. Deshalb wird das Gas über 39 Gasbrunnen der Verdichterstation dem Blockheizkraftwerk (BHKW) bzw. der Hochtemperaturfackel zugeführt. Wie das Biogas auch, wird das Deponiegas im BHKW verstromt.

     

    Energiegewinnung aus Photovoltaik

    Auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Borg befinden sich mehrere große Betriebsgebäude mit Flachdächern bzw. leicht angeschrägten Dachflächen. Auf drei Dächern wurden insgesamt 559 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtfläche von etwa 1.100 m²  installiert.

    Die Module Typ Conergy Powerplus 250P haben eine Gesamtleistung von über 150 kW/p.

     

    Im Jahr 2015 wurden so auf dem Entsorgungszentrum über 2,5 Mio. kWh Strom erzeugt.

    Zum Vergleich: Ein 4-köpfiger Haushalt hat einen Jahresverbrauch von etwa 4.000 kWh!

     

    Gesamtverstromung am Entsorgungszentrum Borg

    Stand: 31.12.2015