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    2. Bildungskonferenz: Kultusministerin und Landrat unterzeichnen Kooperationsvertrag (29.04.2015)

    Nahezu bis auf den letzten Platz besetzt war gestern „Raum B 58“ – ein Hörsaal der Osfalia Hochschule am Campus Suderburg, in dem sich üblicherweise Studentinnen und Studenten einfinden, um ihren Dozenten zu lauschen. Nicht so am gestrigen Nachmittag. In den Stuhl-Reihen hatten stattdessen rund 150 Teilnehmer der zweiten Bildungskonferenz im Landkreis Uelzen Platz genommen, zu der die Uelzener Kreisverwaltung eingeladen hatte.     

    Per Unterschrift durch Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Landrat Dr. Heiko Blume besiegelt: Das Land unterstützt den Landkreis auf dem Weg zu einer BildungsregionGanz zur Freude von Landrat Dr. Heiko Blume, für den das Thema Bildung eines der wichtigsten Zukunftsthemen des Landkreises und zugleich persönliche Herzensangelegenheit ist, wie er im Rahmen der Bildungskonferenz wiederholt betonte. Die hohe Teilnehmerzahl sei Ausdruck der Begeisterung, die viele Menschen im Landkreis für das Thema zeigten. Blume richtete seinen ausdrücklichen Dank an das Forum und an alle, die sich aktiv an der Schaffung einer Bildungsregion im Landkreis beteiligen. Besonders hob er in diesem Zusammenhang die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften hervor, mit der die Kreisverwaltung in Sachen Bildung bereits eng kooperiere. Alle Bildungsinteressierten seien willkommen, sich aktiv in Arbeitsgruppen zu beteiligen, die bereits während der ersten Bildungskonferenz zu verschiedenen Bildungsschwerpunkten gebildet worden waren.

    Nun freue er sich auf einen weiteren ganz wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit auf dem Bildungssektor, so Blume, der anschließend gemeinsam mit Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt einen Kooperationsvertrag zwischen dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Uelzen „über die Errichtung der Bildungsregion Uelzen“ unterzeichnete. Heiligenstadt war aber nicht nur zur Vertragsunterzeichnung in Suderburg angereist sondern auch, um den Teilnehmern ihre Wertschätzung von Bildungsregionen zu verdeutlichen:
    „Niemand soll auf dem Bildungsweg verloren gehen. Alle gemeinsam sind verantwortlich, dieses Ziel zu erreichen“, so die Kultusministerin. Sie empfinde sich und die Landregierung als Partner in einer solchen Verantwortungsgemeinschaft. Es gelte, alle Bildungspotenziale auszuschöpfen, auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.

    Ausdrücklich lobte die Kultusministerin die Aktivitäten und das Engagement des Landkreises Uelzen auf dem Bildungssektor. So spiegele sich dessen hohe Bedeutung nicht nur in den strategischen Zielen des Landkreises wider sondern auch in der Schaffung eines Bildungsbüros innerhalb der Kreisverwaltung. „Ein hohes Bildungsniveau und angepasste Bildungschancen haben Sie als zentrales Ziel für die Zukunftsfähigkeit und Zukunftsgestaltung ihres Landkreises ausgerufen – und dieses Ziel verfolgen Sie hier sehr konsequent“, richtete sich Heiligenstadt an die anwesenden Bildungsakteure und Landrat Blume.

    Blume seinerseits nutzte anschließend den Besuch der Ministerin für einen persönlichen Appell und konkrete Forderungen an das Land: „Wir benötigen zum Beispiel eine personelle Aufstockung unseres Förderschulzentrums sowie die Unterstützung des Landes bei der Schaffung und Unterhaltung von Sprachlehrklassen für Kinder mit Migrationshintergrund. Es geht also letztlich auch um die Bereitstellung und Finanzierung entsprechender Ressourcen“, so Uelzens Landrat. Mit den Aktivitäten im regionalen Bildungsbereich habe im Landkreis eine Erfolgsgeschichte begonnen – und er, so Dr. Heiko Blume weiter, wünsche sich, dass diese  fortgeschrieben werde. Einzelne konkrete Maßnahmen seien bereits absehbar. So solle unter anderem eine Steuerungsgruppe eingerichtet werden. Und auch das Bildungsbüro des Landkreises werde nun – mit Hilfe des Landes – personell weiter aufgestockt.