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    Abfallwirtschaftsbetrieb gibt Tipps zur richtigen Entsorgung von Batterien (19.08.2015)

    Batterien sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Ob in der Fernbedienung, dem Smartphone oder dem Akkuschrauber – kabellos ist für uns alle ein Muss. Dabei werden die Anforderungen an Batterien und Akkus immer höher. Moderne Batterien, insbesondere so genannte Hochenergiebatterien wie Lithiumbatterien, sind wahre Kraftpakete und ermöglichen zum Beispiel E-Bike-Nutzern ausgiebige und kraftsparende Radtouren. Irgendwann endet jedoch der Lebenszyklus einer jeden Batterie und die Entsorgung steht an. Doch Batterie ist nicht gleich Batterie und birgt bei falscher Entsorgung sogar Gefahren.

    Batterien - egal welcher Art - dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werdenGenerell gilt: Über den normalen Hausmüll darf keine Batterie entsorgt werden. Denn in Batterien stecken wichtige Metalle, die als Rohstoffe wiedergewonnen werden können. Zudem enthalten einige Batterien Quecksilber, Cadmium oder Blei und dürfen schon deshalb nicht mit dem normalen Hausmüll entsorgt werden.

    Unterschieden wird nach drei Batteriekategorien, informiert Abfallberater Andreas König vom Abfallwirtschaftsbetrieb (awb) des Landkreises Uelzen.

    Herkömmliche Batterien (Trockenbatterien):
    Dieser Batterie-Typ wird üblicherweise zum Betrieb kleiner Elektrogeräte wie Fernbedienungen, Taschenlampen, Rauchmeldern, Weckern und vielem mehr genutzt. Der Handel ist gesetzlich verpflichtet, diese kostenlos zurückzunehmen. Die grünen Sammelboxen finden sich in allen Geschäften, die Batterien verkaufen sowie in vielen öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Rathäusern und natürlich beim awb. Bei der Abgabe ist nichts weiter zu beachten.

    Hochenergiebatterien:
    Bei diesem Batterie-Typ handelt es sich in der Regel um Lithiumsysteme, teilweise auch um leistungsstarke Nickelsysteme. Diese Batterien finden sich überwiegend in leistungsstarken, wiederaufladbaren Geräten wie Laptops, MP3-Spielern, Mobiltelefonen, Akkuschraubern oder E-Bikes. Sie sollten grundsätzlich nur an besonders qualifizierten Sammel- und Annahmestellen abgegeben werden. Die Batterien müssen dort in speziellen Transportbehältern separat erfasst und verpackt werden.

    Im Landkreis Uelzen können diese Batterien kostenlos beim awb auf dem Betriebshof in Oldenstadt und dem Entsorgungszentrum Borg abgegeben werden. Falls gleich das gesamte Elektroaltgerät entsorgt werden soll, ist dies an diesen beiden Annahmestellen ebenfalls kostenlos möglich. Dazu sollten – sofern möglich – alle Batterien aus dem Elektroaltgerät entnommen und getrennt abgegeben werden. Bei einem Gerät mit fest verbautem Akku sollte dieses aber keinesfalls gewaltsam geöffnet werden. Hier genügt bei der Abgabe der Hinweis auf den verbauten Akku. In diesem Fall wird das komplette Elektroaltgerät einer separaten Entsorgung zugeführt.

    Beschädigte Hochenergiebatterien:
    Für beschädigte Hochenergiebatterien gelten besondere Sicherheitsvorschriften. Lithium ist ein hochreaktives Metall. Kommt Lithium mit Luft oder Wasser in Kontakt, kann es zu heftigen Reaktionen bis hin zu Bränden oder Explosionen kommen. Gleiches kann die Folge eines Kurzschlusses sein, wenn Plus- und Minus-Pol über elektrische Leiter in Kontakt kommen. In der Regel sind Geräte und Akkus aber aufgrund ihrer Bauweise gegen manuelle Einflüsse wie Stoßwirkungen gut gesichert. Dennoch kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit defekten Hochenergiebatterien und auch die Hersteller weisen auf die Gefahr beschädigter Geräte hin.

    Beschädigte Hochenergiebatterien erkannt man z. B. daran:

    - Beschädigtes oder erheblich verformtes Gehäuse
    - Anlaufstellen an Metallteilen der Batterie
    - Schmelzstellen am Kunststoffgehäuse
    - Erwärmung der Batterie in abgeschaltetem Zustand
    - Auslaufen der Batterie

    Für Rückfragen steht die kostenlose Servicenummer 0800 2920800 des awb zur Verfügung.