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    Aus RAN wird Pro-Aktiv-Center (13.12.2006)


    Um die Integration junger Menschen mit sozialen Schwierigkeiten und niedrigem Bildungsniveau ins Berufsleben weiterhin zu unterstützen, hat der Kreisausschuss Zuschüsse von rund 123.000 Euro für das Haushaltsjahr 2007 genehmigt. Für die Einrichtung eines Pro-Aktiv-Centers wurden zunächst 82.100 Euro bewilligt.

    Das bisherige Modell zur Jugendberufshilfe, das sogenannte RAN-Programm (Regionale Arbeitsstelle zur beruflichen Integration junger Menschen), endet am 31. Dezember. Das Land will die bisherigen RAN-Anlaufstellen in die Pro-Aktiv-Center überführen. Dadurch wird das Ziel verfolgt, sozialpädagogische und berufsbezogene Hilfen für junge Menschen mittels aufsuchender Sozialarbeit, Einzelfallbetreuung, der Schaffung eines Integrationskonzeptes und den Ausbau eines Kooperations- und Verbundsystems mit Schulen und Betrieben zu stärken. In Uelzen möchte der Verein Jugendhilfe als derzeitiger Träger von RAN auch die Trägerschaft des Pro-Aktiv-Centers übernehmen. Der jetzt veranschlagte Kostenaufwand des Landkreises kann voraussichtlich reduziert werden: Das Land hat signalisiert, die Zuschüsse zur Einrichtung des Pro-Aktiv-Centers zu erhöhen. Ab 1. Juli will sich außerdem auch die Agentur für Arbeit finanziell an dem Projekt beteiligen.

    Für den Weiterbetrieb der Jugendwerkstatt hat der Kreisausschuss einen Zuschuss von 41.500 Euro genehmigt, damit die Einrichtung ihr Angebot in bisherigem Umfang fortsetzen kann. Über eine mögliche Erhöhung des Ansatzes wird in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2007 entschieden. Die Jugendwerkstatt in Trägerschaft des Caritasverbands bietet jungen Menschen Arbeitsmöglichkeiten in den Bereichen Garten- und Landschaftsbau sowie Hotel/Gaststätte/Hauswirtschaft an. Die Teilnehmer sollen durch Erwerb von Basisfähigkeiten und persönliche Stabilisierung für den Eintritt ins Berufsleben qualifiziert werden. Die Erfolgsbilanz lässt sich sehen: Bisher konnten ca. 50 Prozent der Teilnehmer in eine Arbeitsgelegenheit oder einen Ausbildungsplatz vermittelt werden. Finanziert wird die Jugendwerkstatt aus Mitteln des Landes, des Landkreises und der Agentur für Arbeit.