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    Betriebshof des Abfallwirtschaftsbetriebes wurde zum Abenteuer-Spielplatz (05.08.2009)

     „Besonders für unsere Jungs ist das hier doch das Größte“, sagt Mira Socka-Nowak und blickt auf das mehrere Tonnen schwere Müllentsorgungsfahrzeug unmittelbar neben ihr. Die Sozialpädagogin ist Mitarbeiterin beim „Büro für ambulante Jugendhilfe und Bildungsarbeit“ – und als solche ist sie heute gemeinsam mit ihrem Kollegen Jan Otto und einer Gruppe Kinder und Jugendlicher zu Gast auf dem Betriebshof des Abfallwirtschaftsbetriebes in Oldenstadt. Während sie das sagt, nicken nicht nur „ihre“ Jungs zustimmend. Auch die Mädchen sind begeistert. „Das ist doch interessant, was bei der Müllabfuhr so alles im Detail dahinter steckt“, sagt eine von ihnen.

    Der Kontakt zwischen dem Büro – das sich in enger Abstimmung mit dem Jugendamt und den jeweiligen Familien um die zeitweise Betreuung sozial benachteiligter Kinder kümmert – und dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises war Anfang des Jahres zustande gekommen. Damals war das Büro aus der Uelzener Innenstadt nach Oldenstadt umgezogen und hatte einen Tag der offenen Tür veranstaltet. „Dort haben wir uns gegenseitig kennen gelernt und verabredet, den Betriebshof, der nun ja praktisch in unserer unmittelbarer Nachbarschaft liegt, zu besichtigen“, erinnert sich Mira Socka-Nowak. Von Seiten des Abfallwirtschaftsbetriebes sei man ebenfalls sofort von der Idee angetan gewesen.

    Der Termin in den Ferien passe deshalb sehr gut, weil das Büro im Rahmen der sozial-pädagogischen Familienhilfe und Erziehungsbeistandschaft ohnehin jährlich besondere Ferien-Programme vorbereite.

    Bestens vorbereitet zeigen sich derweil nicht nur die Jungen und Mädchen, die zwischen sechs und 17 Jahren alt sind – auch Jörg Otto, Einsatzleiter beim Abfallwirtschaftsbetrieb, hat sich für seine heutige Führung über das Betriebsgelände so seine Gedanken gemacht. Erste Station ist ein neues großes Müllentsorgungsfahrzeug, zu dem es dann auch gleich mehrere Hintergrund-Infos gibt. Und schon hier hört die Gruppe ganz besonders aufmerksam zu – schließlich hat Jörg Otto angekündigt, zum Abschluss der Besichtigungstour ein kleines Quiz mit den Kindern und Jugendlichen machen zu wollen.

    Bestens auszukennen scheint sich der sechsjährige Leon: „Das geht gleich hoch!“, flüstert er seinem Nachbarn aufgeregt ins Ohr und zeigt dabei auf die Hebevorrichtung des Fahrzeuges, mit der die Abfalltonnen entleert werden. Und Leon behält Recht. Anschließend darf der Kleine sogar auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, um zusammen mit einigen anderen aus der Gruppe eine Runde über das Betriebsgelände zu fahren. Ein echter Höhepunkt für die meisten, denn viele steigen anschließend auch noch ein zweites Mal ein.

    Mindestens ebenso interessant ist die nächste Station – das große Salzlager. Kaum hat Jörg Otto die überdimensionale Tür geöffnet, wird der meterhohe Haufen genau in Augenschein genommen. Einige lassen sich dabei sogar einen persönlichen Geschmackstest nicht nehmen.

    „Was sind das eigentlich für weiße Behälter?“, will der elfjährige Lars kurz darauf wissen. Und auch auf diese Frage hat Jörg Otto die passende Antwort. „Da kommen alte und kaputte Elektrogeräte rein“, so der awb-Mitarbeiter. Inzwischen ist die Gruppe nämlich bei der Entsorgungsstation für Elektroschrott angekommen.

    Nach knapp zwei Stunden ist die Führung über den Betriebshof beendet. Doch bevor die Kinder und Jugendlichen die Heimreise antreten, geht’s wie angekündigt erst noch in das Dienstgebäude des Abfallwirtschaftsbetriebes – zum Wissenstest. Und da alle offenbar gut aufgepasst haben, gibt’s als Anerkennung für jeden noch ein paar kleine Präsente – unter anderem einen kleinen grünen Abfallbehälter, damit die Kinder und Jugendlichen den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises lange in guter Erinnerung behalten.