• Pressearchiv

    Blauzungenkrankheit: Landkreisbestellt knapp 22.000 Impfdosen (27.10.2008)

     Um die Verbreitung der Blauzungenkrankheit – von der ausschließlich Tiere betroffen sind – langfristig bekämpfen und eindämmen zu können, hat das Veterinäramt in Uelzen bereits jetzt für das kommende Jahr insgesamt 21.900 Impfdosen angefordert. Für Rinder sind davon 14.000 Impfdosen vorgesehen, für Schafe und Ziegen 7.900. Die Impfaktion muss auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden, wobei die bereits in diesem Jahr geimpften Tiere nur noch einmal nachgeimpft werden müssen.

    Rinder, die im nächsten Jahr geboren werden, und junge Rinder, die in diesem Jahr noch nicht geimpft werden konnten, müssen im nächsten Jahr ebenfalls wieder ab einem Alter von zwei bis drei Monaten entsprechend behandelt werden, und zwar zwei Mal im Abstand von 28 Tagen. Schafe und Ziegen müssen dagegen nur einmal geimpft werden.

    Nach Auswertungen des Veterinäramtes sind in diesem Jahr im Landkreis Uelzen bisher fast 97 Prozent der zu impfenden Schafe und Ziegen (6.853 von 7.090 Tieren) und knapp 75 Prozent der zu impfenden Rinder mit dem Impfstoff behandelt worden. „Mit diesem Zwischenstand steht der Landkreis Uelzen im Bereich der Schaf- und Ziegenimpfungen niedersachsenweit sehr gut da“, so Dr. Jörg Pfeiffer vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Landkreises. Auch mit der derzeitigen Impfquote bei Rindern liege der Landkreis Uelzen nach Angaben des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit landesweit im oberen Drittel.

    Wichtig: Das Veterinäramt des Landkreises Uelzen weist nochmals ausdrücklich darauf hin, dass Rinderhalter (insbesondere Mutterkuhhalter), die bisher ihre Tiere auf der Weide hatten bzw. haben und diese daher noch nicht geimpft werden konnten, diese nun unbedingt bei ihrem Haustierarzt zur Impfung anmelden. Alle impfpflichtigen Tiere müssen bis Ende 2008 entsprechend behandelt worden sein.

    Bisher sind dem Veterinäramt des Landkreises Uelzen nur wenige Rinder gemeldet worden, die sich offenbar mit der Blauzungenkrankheit infiziert haben, bei denen es aber wegen einer vorherigen Impfung nicht zum Ausbruch der Krankheit gekommen ist. Aufgefallen waren die Tiere, weil sie für den Export in andere Länder vorgesehen waren und deshalb eine entsprechende Blutuntersuchung vorgenommen worden war.