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    Boom beim Vertragsnaturschutz: Höhere Fördersätze und Bemühungen des Umweltamtes tragen Früchte (17.06.2009)

     Im Landkreis Uelzen haben sich in diesem Jahr deutlich mehr Landwirte vertraglich zu konkreten Naturschutz-Maßnahmen verpflichtet als in den vergangenen Jahren. „Mit einer derart hohen Beteiligung haben wir trotz höherer Fördersätze und unseren Bemühungen, die Förderprogramme publik zu machen, nicht gerechnet“, freut sich Alexander Krüger, Leiter des Umweltamtes des Landkreises Uelzen. Insgesamt 16 Betreiber landwirtschaftlicher Betriebe haben sich bis zum Meldeschluss am 15. Mai vertraglich dazu verpflichtet, Teilflächen über mehrere Jahre extensiv zu bewirtschaften und entsprechende Anträge eingereicht. Die Landwirte erhalten für Verträge, die in diesem Jahr abgeschlossen wurden, Fördergelder in Höhe von 395 bis zu 905 Euro pro Hektar – deutlich mehr als in der Vergangenheit. 

    Dabei geht es konkret um die EU-Vogelschutzgebiete V25 „Ostheide“ und V26 „Drawehn“. Dort sollen die Lebensraumbedingungen für Ortolan und Heidelerche – zwei europaweit gefährdete Vogelarten, die auf Äckern brüten – verbessert werden. Indem auf Düngung, chemischen Pflanzenschutz und Beregnung verzichtet wird, sollen darüber hinaus auch andere Vogel- und Tierarten wie zum Beispiel Rebhuhn, Feldlerche, Schafstelze oder Feldhase profitieren.

    Um bei den Landwirten die Akzeptanz für Vertragsnaturschutz zu erhöhen, hatte das Umweltamt des Landkreises Uelzen in den vergangenen Wochen in Zusammenarbeit mit Landschaftsplaner Lars Wellmann zu mehreren Informationsveranstaltungen eingeladen. Auch im Juni setzt sich der Reigen fort. In den nächsten Tagen stehen noch drei Feldrundfahrten auf dem Programm. Für diese Veranstaltungen am 18., 19. und 22. Juni sind auch kurzfristig noch Anmeldungen unter der Rufnummer 0581/82-412 möglich.

    „Wir als Naturschutzbehörde begrüßen die konstruktive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft ausdrücklich“, so Alexander Krüger. Denn ein effektiver Schutz sei ohne die Unterstützung der Bewirtschafter nicht möglich.

    „Es ist uns wichtig, bei den fachlichen Arbeiten zur späteren Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet den größten gemeinsamen Nenner zwischen Vogelschutz und Landwirtschaft zu finden“, so Alexander Krüger. Deshalb seien die Mitarbeiterinnen des Umweltamtes auf eine gute Ortskenntnis angewiesen. Christiane Voß-Führer und Ilsabe Gröfke werden daher künftig häufiger in den Vogelschutzgebieten unterwegs sein. Sie stehen für Fragen im Zusammenhang mit den Förderprogrammen und konkreten Schutzmaßnahmen zur Verfügung. Telefonisch erreichbar ist Christiane Voß-Führer (für den Bereich Bodenteich) unter 0581/82-412 und Frau Gröfke (für den Bereich Himbergen) unter 0581/82-240.