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    Breitbandversorgung: Machbarkeitsstudie für bessere Vernetzung startet (01.07.2009)

     Die hohe Beteiligung an der im vergangenen Jahr durchgeführten Umfrage zur Breitbandversorgung im Landkreis Uelzen zahlt sich nun im wahrsten Sinne des Wortes in barer Münze aus. Dazu Marlis Kämpfer, Leiterin der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“: Die hohe Bürgerbeteiligung bei der Umfrage hat die Unterversorgung deutlich gemacht – nur deshalb profitieren wir jetzt von mehreren Fördermaßnahmen.“

    Zur Erinnerung: Um zu ermitteln, wo der Bedarf an breitbandigen Internetanschlüssen im Landkreis am höchsten ist, hatte die Kreisverwaltung per Post und online eine Umfrage gestartet, rund 50.000 Haushalte waren angeschrieben worden. Mit einer Rücklaufquote von 14 Prozent lag der Kreis Uelzen damals an der Spitze im Vergleich mit anderen Landkreisen.

    Jetzt, rund ein halbes Jahr später, zeigt sich Marlis Kämpfer optimistisch: „Ich rechne damit, dass schon im Jahr 2010 eine deutliche Verbesserung der Breitbandinfrastruktur auch in bisher unversorgten Gebieten erfolgen wird.“ Wesentlicher Grund für diesen positiven Ausblick sei die kürzlich erfolgte Bewilligung von Geldern für eine Machbarkeitsstudie aus Ziel-1-Mitteln. In der Zwischenzeit hat sich eine Projektgruppe aus Landkreis sowie Samt- und Einheitsgemeinden für eine entsprechende Auftragsvergabe an das Ingenieurbüro „luk-Consult“ aus Bad Sachsa entschieden. Im Rahmen eines ersten Arbeitsgespräches mit den Gemeinden stellten Mitarbeiter des Büros das Projekt vor und verteilten erste „Hausaufgaben“ an die Gemeinden. Dabei geht es u. a. um die Bestandsaufnahme der jeweils vorhandenen Infrastruktur. Erhoben werden sollen zum Beispiel Daten über Leer-Rohre, Baugebiete und vorhandene Masten.  

    Aufgrund dieser Daten soll anschließend eine Markterhebung bei geeigneten Anbietern durchgeführt und der Dialog über technisch machbare Lösungen eröffnet werden. Die so erarbeiteten Ergebnisse bilden dann die Grundlage für weitere Förderanträge bzw. für den anschließenden Ausbau der Infrastruktur. 

    Parallel zur Machbarkeitsstudie hatte das Land Niedersachsen bereits im März dieses Jahres beschlossen, unter anderem für den Landkreis Uelzen eine europaweite Ausschreibung zur Verbesserung der Breitbandversorgung durchzuführen. Der Grund: die vergleichsweise frühzeitige Befragung und die verhältnismäßig hohe Rücklaufquote. Diese europaweite Ausschreibung wird voraussichtlich aber erst im Herbst dieses Jahres erfolgen.