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    "Brenntage": Ab dem 1. April 2014 greift gesetzliche Neuregelung (12.03.2014)

    Die so genannte Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen durch Verbrennen (Brennverordnung), nach der bisher die Städte und die Gemeinden „Brenntage“ festlegen und entsprechende Erlaubnisse erteilen konnten, läuft Ende März 2014 aus. Der Entwurf einer neuen Verordnung wird laut Niedersächsischem Umweltministerium zurzeit vorbereitet, ist jedoch noch nicht in Kraft getreten. In dem bisherigen Verordnungsentwurf ist die Möglichkeit, allgemeine Brenntage zu bestimmen, nicht mehr vorgesehen.

    Damit ist nach den derzeitigen Vorgaben des Niedersächsischen Umweltministeriums ab dem 1. April 2014 die Festlegung allgemeiner Brenntage durch Städte und Gemeinden grundsätzlich nicht mehr zulässig und das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Darauf hat jetzt das Umweltamt des Landkreises Uelzen hingewiesen, das als „Untere Abfallbehörde“ künftig entsprechende Anträge bearbeitet.   

    Amtsleiter Alexander Krüger stellt jedoch klar: „Diesbezügliche Bestimmungen sind derart eng gefasst, dass Erlaubnisse, pflanzliche Abfälle außerhalb dafür zugelassener Anlagen zu verbrennen, nahezu ausgeschlossen sind.“ Ausnahmen seien die traditionellen Osterfeuer, die als öffentliche Veranstaltungen durchgeführt werden und bei denen die Brauchtumspflege der Anlass für das Verbrennen ist. Ansonsten beschränken sich Ausnahmen lediglich auf außergewöhnliche Ausnahmekonstellationen, die dann im Einzelfall zu prüfen sind.

    Allen, die neben der Eigenkompostierung künftig nach alternativen Entsorgungsmöglichkeiten pflanzlicher Abfälle suchen, bietet der Abfallwirtschaftsbetrieb (awb) des Landkreises Uelzen die Biotonne an. Die 14-tägige Abfuhr einer 120-Liter-Biotonne kostet jährlich 38,40 Euro. Darüber hinaus bietet der awb mit 660-Liter-Mietcontainern für Bioabfall und den 70-Liter-Bioabfallsäcken eine Ergänzung zur normalen Biotonne an.

    Außerdem besteht die Möglichkeit der Selbstanlieferung pflanzlicher Abfälle in der Kompostierungsanlage des Entsorgungszentrums Borg bei Rosche. Bis zu einem Gewicht von 200 Kilogramm ist eine Kostenpauschale von 4,- Euro zu entrichten. Darüber hinaus, so awb-Kundenberater Andreas König, richtet sich die Gebühr nach dem tatsächlich angelieferten Gewicht.

    Des Weiteren bietet der Abfallwirtschaftsbetrieb auch eine gesonderte Baum- und Strauchschnittabfuhr an. Die Kosten für bis zu drei Kubikmetern gebündelten Baum- und Strauchschnitt betragen 18,- Euro, jeder weitere Kubikmeter 5,- Euro.

    Für Fragen zur Behälterbestellung oder Anlieferung steht die kostenlose Servicenummer 0800 2920800 des awb zur Verfügung.