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    Bürger können durch Bahnverkehr verursachte Lärmbelästigung melden (18.06.2015)

    Der Landkreis Uelzen fordert alle von der Bahnstrecke Hamburg – Celle betroffenen Anwohner auf, die durch diesen Bahnverkehr verursachte Lärmbelästigung bis zum 30. Juni 2015 an das Eisenbahnbundesamt (EBA) zu melden. Das Bundesamt hat zu diesem Zweck im Internet eine Beteiligungsplattform eingerichtet, die unter der Adresse www.laermaktionsplanung-schiene.de erreichbar ist. Der entsprechende Link findet sich unter der Adresse www.uelzen.de auch im Internetportal des Landkreises Uelzen auf der Seite „Dialogforum Schiene Nord / Y-Trasse“.

    Zum Hintergrund: Das Bundesamt ist für die Erstellung eines bundesweiten Lärmaktionsplanes an den Haupteisenbahnstrecken des Bundes außerhalb von Ballungsräumen verantwortlich. Die Lärmaktionsplanung ist ein kontinuierlicher Prozess, der in einem fünfjährigen Zyklus durchgeführt werden und allen politischen und gesellschaftlichen Akteuren sowie Anwohnern einen Überblick über bestehende Lärmbelästigungen vermitteln soll. Eine dieser Bahnstrecken ist die zwischen Hamburg und Celle.

    Das Eisenbahnbundesamt hat diesbezüglich eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen, die bisher in den an der Bahnstrecke liegenden Gebieten kaum wahrgenommen wurde. Aus diesem Grund hat das Eisenbahnbundesamt nun die Frist zur Öffentlichkeitsbeteiligung bis zum 30. Juni 2015 verlängert.

    Aus Sicht des Landkreises Uelzen bietet die Öffentlichkeitsbeteiligung eine gute Gelegenheit, deutlich zu machen, wo und in welchem Ausmaß die Bürger durch den Lärm der Bahnstrecke belastet werden. Dies insbesondere vor dem Hintergrund des derzeit laufenden „Dialogforums Schiene Nord“, das sich mit der Y-Trasse und möglichen Alternativen beschäftigt.

    Landrat Dr. Heiko Blume erklärt dazu, dass mit diesem Beteiligungsverfahren ein Signal auch in Richtung des Dialogforums gesendet werden kann: „Wir sind uns der Bedeutung des Lärmschutzes für die Trassenentscheidung im Dialogforum Schiene bewusst. Ich werde daher im Forum fordern, dass die von den künftigen Verkehren betroffenen Strecken einen über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Lärmschutz erhalten.“