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    Bürgerstiftung würdigt Arbeit des Vereins "Frauenhaus e. V." mit Geldspende (09.08.2016)

    Dank auch der Zuwendungen von Bürgerinnen und Bürgern unterstützt die „Bürgerstiftung für den Landkreis Uelzen“ seit Jahren immer wieder heimische Gruppierungen, Verbände und  Vereine, die wichtige gesellschaftliche Aufgaben wahrnehmen. „Zu diesen Vereinen zählt nach Überzeugung des Stiftungsvorstandes ohne Zweifel auch der Verein „Frauenhaus e. V.“, der seit über 30 Jahren in Uelzen ein Frauenhaus betreibt“, so Landrat Dr. Heiko Blume, der als Vorsitzender der Bürgerstiftung gestern gemeinsam mit weiteren Vorstandsmitgliedern einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro an Mitarbeiterinnen des Frauenhauses überreichte.  

    Dirk Köhler (v.l.), Brigitte Hönig, Hans-Jürgen Stöcks, Monne Kühn, Sylvia Meier und Landrat Dr. Heiko Blume haben eine klare Botschaft: „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“Der Verein „Frauenhaus e. V.“ erhält als Träger des Uelzener Frauenhauses finanzielle Mittel von Stadt und Landkreis Uelzen sowie vom Land Niedersachsen. „Dennoch sind wir auch auf Spenden angewiesen, um neben dem Betrieb des Frauenhauses unsere weiteren Angebote für betroffene Frauen weiterhin möglichst umfänglich anbieten zu können“, so Brigitte Hönig, eine von insgesamt vier Mitarbeiterinnen des Frauenhauses.

    Zu diesen Angeboten zählt z. B. die Begleitung betroffener Frauen zu Gerichtsterminen, Hilfe bei Antragstellungen, die Beratung bei Sorgerechtsverfahren und vieles mehr. Frauen, die Opfer körperlicher oder verbaler Gewalt geworden sind und sich über das Angebot des Vereins informieren möchten, erhalten unter der Rufnummer 0581/77999 weitere Auskünfte.

    „Die Gründe, warum Frauen sich an uns wenden, sind sehr vielfältig“, erläutert Monne Kühn,  seit knapp 30 Jahren Mitarbeiterin der Einrichtung. Häufig sei es eine Flucht vor häuslicher Gewalt – in welcher Form auch immer diese Gewalt sich ausdrücke. Der Aufenthalt im Frauenhaus reiche dabei von einer Stunde bis hin zu mehreren Jahren.
    Es gebe diesbezüglich keine Beschränkungen. Betroffene Frauen dürften solange in der Einrichtung bleiben, wie sie wollen, berichtet Kühn. Grundsätzlich gelte: Rat- und Hilfesuchende würden mit ihren Problemen nicht alleine gelassen. Brigitte Hönig ergänzt: „Unser Motto lautet Hilfe zur Selbsthilfe. Betroffenen wird durch ihren Aufenthalt im Frauenhaus nicht deren Eigenständigkeit genommen, sondern wir als Verein wollen Betroffene dort unterstützen, wo sie konkret Hilfe benötigen.“

    Die Vorstandsmitglieder der „Bürgerstiftung für den Landkreis Uelzen“ – neben Landrat Dr. Heiko Blume auch Sylvia Meier, Hans-Jürgen Stöcks und Dirk Köhler – lobten das Engagement des Vereins. Die Problematik häuslicher Gewalt sei in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden. Auch deshalb sei sich die Bürgerstiftung sicher, mit der aktuellen Spende den richtigen Verein zu unterstützen.  

    Nähere Informationen zur Bürgerstiftung für den Landkreis Uelzen sind erhältlich im Internet unter www.buergerstiftung-uelzen.de und unter der Rufnummer 0581/82-200.