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    Bundesverdienstkreuz für Oda Haupt (05.11.2014)

    „Als Wrestedter Bürgermeister freue ich mich ganz besonders über diese außergewöhnliche Ehrung und darüber, dass ich Bürger wie Dich in der Gemeinde habe. Du hast es wirklich verdient“, mit diesen Worten brachte Heinz-Hermann Schulze seine Wertschätzung gegenüber einer Frau auf den Punkt, die gestern im Uelzener Kreishaus durch Landrat Dr. Heiko Blume mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

    Zusätzlich zum Bundesverdienstkreuz für Oda Haupt gab´s aus den Händen von Landrat Dr. Heiko Blume noch den obligatorischen Blumenstrauß Dieser hatte vor der Würdigung durch den Wrestedter Bürgermeister Oda Haupt im Beisein zahlreicher Gäste die durch Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete Ehrenurkunde sowie den Verdienstorden ausgehändigt. „Im Namen des Landkreises danke ich Ihnen für Ihr kommunalpolitisches Engagement, für Ihre aktive Kinder- und Jugendarbeit, insbesondere  Ihren langjährigen Einsatz für die Belange des Sports und hier ganz besonders die Belange des Mädchen- und Frauenfußballs. Dafür kann Ich Ihnen nur meinen aufrichtigen Respekt und meine Anerkennung aussprechen“, so Blume in seiner Laudatio. „Bei all Ihrem ehrenamtlichen Engagement waren und sind Sie immer gerade heraus, auch schon mal hartnäckig, dabei aber stets konstruktiv und um eine Lösung bemüht.“

    Im Rahmen ihres kommunalpolitischen Engagements unterstützte Oda Haupt unter anderem infrastrukturelle Verbesserungen an Sportanlagen. Bis heute aber kümmert sie sich um die Förderung von sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen. Seit 1982 engagiert sich Oda Haupt als Trainerin und Betreuerin für den Frauenfußballsport im SV Teutonia Uelzen. Sie betreut seit 1982 die erste Frauenfußballmannschaft des Vereins und war gleichzeitig bis 2012 Trainerin und Betreuerin der zweiten Frauenfußballmannschaft. Von 2010 bis 2012 war sie auch Trainerin der ersten Frauenfußballmannschaft. Außerdem gründete und trainierte sie Ende der 80er Jahre eine Mädchenfußballabteilung. Bis heute steht sie den verschiedenen Altersklassen der Mädchenfußballabteilung mit Rat und Tat zur Seite. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Mädchen- und Frauenfußballmannschaften des SV Teutonia Uelzen in der Verbandsliga und in der Landesliga gespielt haben. Damit nicht genug. Oda Haupt organisierte internationale Sportaustausche mit Italien und Frankreich, war Schiedsrichterin und außerdem rund zehn Jahre ehrenamtliche Richterin beim Verwaltungsgericht Lüneburg.

    Neben dem bis heute andauernden sportlichen Engagement der Geehrten hob Heinz-Hermann Schulze noch einen weiteren Verdienst hervor: So sei Anfang der 80er Jahre neben Frauen-Fußball auch kommunalpolitisches Engagement von Frauen alles andere als üblich gewesen. Beides habe Oda Haupt nicht interessiert. Stattdessen habe sie unerschrocken zugepackt und einfach ihr Ding gemacht.

    Eine Aussage, die anschließend auch Helmut Springer, Ehrenvorsitzender des SV Teutonia Uelzen bestätigte: „Ohne Dich gäbe es den Mädchen- und Frauenfußball im Landkreis Uelzen nicht“, so Springer. Zu Beginn sei sie – auch von ihm – für ihre Ideen belächelt worden, doch das habe sich längst geändert. „Dabei war es eine echte Sisyphusarbeit, Damenfußball im Landkreis aufzubauen und zu etablieren“, würdigte Springer die Arbeit der Geehrten.   

    Die Geehrte selbst zeigte sich angesichts der lobenden Worte gerührt. Sie dankte dem Landrat für die Auszeichnung und den Anwesenden, unter ihnen auch Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke, für deren Glückwünsche.