• Pressearchiv

    "Dialogforum Schiene Nord / Y-Trasse: Landrat und Bürgermeister machen Druck / Forderung nach Dialog auf Augenhöhe (28.04.2015)

    Gleich zu Beginn der zweiten Forums-Sitzung im Rahmen des „Dialogforums Schiene Nord“ am vergangenen Freitag (24. April 2015) hat Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume einen Dialog auf Augenhöhe gefordert. „Die Mitglieder im Forum sind zum ganz großen Teil keine Bahnexperten. Deshalb ist gerade die Vorbereitung der Sitzungen besonders wichtig“, so Blume. Dazu müssten den Teilnehmern die Unterlagen der jeweiligen Sitzung rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden. Dies sei im Vorfeld dieses Forums nicht erfolgt. Aus diesem Grund stellte Blume anschließend den Antrag, die entsprechenden Punkte nicht zu behandeln. Die Mehrheit des Forums folgte diesem Antrag.

    Landrat Dr. Heiko Blume stieß mit seiner Initiative auf breite Zustimmung bei den Forums-TeilnehmernDie Vertreter der im Forum vertretenen Städte und Samtgemeinden des Landkreises Uelzen (Hans-Jürgen Kammer, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf; Thomas Schulz, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Suderburg; Frank Hagel, allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Bienenbüttel, und Michael Kopske, Fachbereichsleiter der Stadt Uelzen) schlossen sich dieser Forderung ebenso an wie der Forderung Blumes nach einem unabhängigem Sachverständigen. Dieser sei, so Blume, vom Land zu finanzieren. Eine Forderung, die er bereits im ersten Forum am 13. Februar 2015 aufgestellt hatte. Auch diese Forderung wurde durch das Forum aufgegriffen und eine entsprechende Erwartung an das Land formuliert. Die Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sagten zu, sich für eine solche Lösung einzusetzen.

    „Die Ertüchtigung des Hafenhinterlandverkehrs über die Schiene ist für Norddeutschland von großer Wichtigkeit. Dies schon wegen seiner Auswirkungen auf den Personenverkehr. Zugleich kann eine solche Ertüchtigung mit erheblichen Belastungen für die Menschen und mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden sein. Der angekündigte Dialog ist gerade deshalb zu begrüßen. Bei den nun getroffenen Absprachen scheint nun – bei konsequenter Umsetzung durch das Land und die begleitende Agentur – ein Dialog auf Augenhöhe möglich. Der Dialog hat eine Chance verdient“, so Blume abschließend.