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    Digital-Funk: Kreis beteiligt sich an Ausschreibung des Landes Niedersachsen (24.08.2011)

    Der Landkreis Uelzen beteiligt sich an einer Ausschreibung des Landes Niedersachsen zur Anschaffung digitaler Funkgeräte. Das hat der Kreisausschuss gestern beschlossen. Die Gemeinde Bienenbüttel, die Samtgemeinden Bevensen, Bodenteich, Altes Amt Ebstorf, Rosche, Suderburg, Wrestedt, die Stadt Uelzen sowie der Uelzener Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes haben bereits im Vorfeld ebenfalls ihre Absicht bekundet, an der europaweiten Ausschreibung, die im Oktober 2011 veröffentlicht werden soll, teilnehmen zu wollen.

    Die Bereitstellung entsprechender Geräte steht im Zusammenhang mit der geplanten Einführung des digitalen Sprech- und Datenfunks für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Sie erfolgt vor dem Hintergrund der fortschreitenden Fertigstellung eines flächendeckenden digitalen Funknetzes in Niedersachsen.

    Der Landkreis Uelzen verspricht sich durch eine Teilnahme an der Ausschreibung deutlich geringere Anschaffungskosten der Funkgeräte. Es sei zu erwarten, so das zuständige Fachamt, dass die Preise erheblich unterhalb der üblichen Marktpreise liegen, zumal sich Uelzens Nachbarlandkreise ebenfalls an der Ausschreibung beteiligen und das Auftragsvolumen entsprechend hoch sein werde.

    Der Landkreis Uelzen rechnet mit Gesamtkosten von etwa 40.000 Euro. Inbegriffen sind sowohl die Kosten für erforderliches Zubehör als auch die Kosten für den Einbau der Funkgeräte in die jeweiligen Einsatzfahrzeuge.

    Die Vorteile des Digitalfunks zusammengefasst:

    Elektronische Filterverfahren und digitale Fehlerkorrekturen sorgen für eine exzellente Sprachqualität.

    Nebengeräusche entfallen.

    Gleichzeitig gilt die Kommunikation als abhörsicher, da alle Nachrichten codiert versandt werden und ausschließlich durch zugelassene   Endgeräte entschlüsselt werden können.

    Darüber hinaus kann jedes Gerät individuell bei Verlust oder Diebstahl vorübergehend oder endgültig gesperrt werden.

    Durch die Möglichkeit, verschiedene Rufgruppen zu schalten, kann die Kommunikation zielgerichteter und flexibler erfolgen.

    Dies ermöglicht auch eine Kontaktaufnahme über die eigene Behörde hinaus zu anderen Institutionen und Organisationen, zum Beispiel der Feuerwehr.

    Bei Bedarf können jederzeit zusätzliche temporäre Rufgruppen eingerichtet werden.

    Auch Einzelgespräche von Funkgerät zu Funkgerät, wie in einem Telefonat, können geführt werden.

    Sogar reguläre Telefonapparate können von einem digitalen Funkgerät angerufen werden.

    Ähnlich der SMS bei der Nutzung eines Handys bietet auch der Digitalfunk die Möglichkeit, frei formulierte Texte, beispielsweise eine Täterbeschreibung, zu versenden.