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    "Equal Pay Day" am 25. März 2011 (16.03.2011)

    Am 25. März findet der diesjährige Equal Pay Day statt. Bis zu diesem Tag müssen Frauen arbeiten, um das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu erreichen. Um auf diesen Tag aufmerksam zu machen, gibt es verschiedene Aktionsbündnisse. Thematischer Schwerpunkt sind die traditionellen Rollenstereotype und deren Auswirkungen. In Deutschland ist es nach wie vor so, dass die Kindererziehung überwiegend eine Angelegenheit der Mütter ist, während die Männer vollzeitberufstätig sind. In Hannover findet an diesem Tag eine Konferenz mit Referaten und Workshops rund um das Thema Entgeltgleichheit statt. Nähere Infos gibt es unter www.igbce.de. Außerdem gibt es eine bundesweite Unterschriftenaktion zum Abbau von Entgeltunterschieden. In dem Forderungskatalog weist das Bündnis auf den in Deutschland bestehenden Entgeltunterschied von aktuell 23 % hin und fordert u. a. den flächendeckenden Ausbau von Kindertageseinrichtungen, die gleichmäßigere Aufteilung der Elternzeit und auch Verbesserungen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht. Auch im Sachverständigengutachten zum ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung wird die geschlechterspezifische Lohndiskriminierung angeprangert. Zu ihrer Bekämpfung sollte Deutschland wie andere EU-Mitgliedsstaaten auch einen gesetzlichen Mindestlohn einführen und die Unternehmen mit wirksamen Lohnmessverfahren zum Abbau geschlechtsspezifischer Entgeltungleichheit verpflichten. Des Weiteren fordern die Sachverständigen die 30 %-Quote für Frauen in Aufsichtsräten. Dadurch würde es auch automatisch mehr Frauen in Führungspositionen geben. Die nach wie vor bestehende strukturelle Benachteiligung von Frauen an verschiedenen Übergängen ihres Lebens führt häufig schon vor Renteneintritt zu Armut, so Sabine Siegel, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Uelzen. Um ihnen auch im Alter ein Existenz sicherndes Einkommen zuzusichern, muss die erste Säule der Alterssicherung so reformiert werden, das Erziehungszeiten und die Pflege von Angehörigen angemessen berücksichtigt werden, damit Frauen im Rentenalter ohne die soziale Grundsicherung leben können. Weitere Informationen sowie die Unterschriftenaktion gibt es auf www.equalpayday.de.