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    "Gesetzliche Neuregelung schreibt eine Biotonne nicht zwingend vor" (14.01.2015)

    Seit dem 1. Januar 2015 gilt bundesweit eine gesetzliche Neuregelung, nach der für jedes genutzte Haus und Grundstück neben mindestens einer Restmülltonne auch eine Biotonne vorgehalten werden muss. Trotz dieser Neureglung sind jedoch Ausnahmen möglich. Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, sich von der Biotonnenpflicht befreien zu lassen. Darauf hat jetzt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Uelzen aufgrund zahlreicher Anrufe verunsicherter Bürgerinnen und Bürger hingewiesen.

    Die Nutzng einer Biotonne ist nicht nur umweltfreundlich, sondern trägt auch zur Gebührenstabilität bei„Wer im Landkreis Uelzen bisher keine Biotonne besaß, muss aufgrund der gesetzlichen Neuregelung jetzt nicht zwingend eine beantragen“, so Andreas König, Kundenberater des Abfallwirtschaftsbetriebes (awb). Dies gilt grundsätzlich auch für Bürgerinnen und Bürger, die seit dem 1. Januar 2015 Besitzer einer Immobilie geworden sind. Dieser Personenkreis allerdings muss beim awb eine schriftliche Erklärung abgeben, dass die biologischen Abfälle auf dem heimischen Komposthaufen selbst kompostiert und keine Bioabfälle in die Restmülltonne gegeben werden. Das dafür notwendige Antragsformular kann beim Abfallwirtschaftsbetrieb, Wendlandstraße 8, 29525 Uelzen, angefordert oder auf der Internetseite www.awb.uelzen.de heruntergeladen werden.

    Alle Haus- oder Grundstückseigentümer, die sich bereits in den vergangenen Jahren von der im Landkreis Uelzen seit Mitte der 90er Jahre geltenden Biotonnenpflicht haben befreien lassen, brauchen eine solche Erklärung dagegen nicht nochmals abzugeben.

    Der awb macht jedoch darauf aufmerksam, dass sich selbst für diejenigen, die ihre Bioabfälle selbst kompostieren, eine kostengünstige Biotonne lohnt. „Viele biologische Abfälle sind für den heimischen Komposthaufen nur bedingt oder gar nicht geeignet“, erklärt dazu Andreas König.

    Auch mit Blick auf die Abfallgebühren kann sich die Bestellung einer Biotonne lohnen. Wird nämlich im Gegenzug eine kleinere Restmülltonne bestellt, reduzieren sich die persönlichen Abfallgebühren, obwohl eine 120 l Biotonne zusätzlich genutzt werden kann.

    Der Landkreis Uelzen war bundesweit Vorreiter in Sachen Biotonne und hatte diese einst unter dem Namen Komposttonne eingeführt. Im Jahr 2013 wurde die Tonne aufgrund der Erweiterung um Abfälle wie Speisereste in Biotonne umbenannt.

    Der Abfall aus der Biotonne kann gleich mehrfach genutzt werden. So werden u.a. in einer Vergärungsanlage auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Borg verwertbare Biogase gewonnen, die wiederum in Blockheizkraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt werden. Die Einnahmen daraus dienen der Gebührenstabilität der Abfallgebühren. Auch der Gärrest ist kein Abfallprodukt. Aus diesem Rest wird ein hochwertiger Qualitätskompost, für den der Abfallwirtschaftsbetrieb erst kürzlich eine Auszeichnung erhalten hat. Dieser Fertigkompost kann gegen eine geringe Gebühr beim awb erworben werden.