• Pressearchiv

    Gesundheitsamt: "Bei hochsommerlicher Hitze kühlen Kopf bewahren" (29.07.2009)

     „Obwohl dieser Sommer bei uns noch keine rekordverdächtige Hitze gebracht hat und bisher in den Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg keine Hitzeopfer zu beklagen sind, die mit entsprechenden Beschwerden zu tun hatten – die nächste Hitzeperiode kommt bestimmt“, sagt Dr. Gerhard Wermes, Leiter des gemeinsamen Gesundheitsamtes der beiden Landkreise. Deshalb sei es ratsam, sich schon vor solch extremen Witterungsverhältnissen mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius oder auch besonders hoher Luftfeuchtigkeit mit bestimmten Verhaltensregeln vertraut zu machen. „Hält man sich an einige wenige Tipps, lassen sich gesundheitliche Beeinträchtigungen – die schlimmstenfalls sogar zum Tod des Betroffenen führen können – nämlich weitgehend vermeiden“, so Dr. Wermes.

    Besonders gefährdet sind nach Ansicht des Mediziners Säuglinge, Kleinkinder und Senioren, aber auch stark übergewichtige und chronisch kranke Menschen. Sie leiden bei großer Hitze oft unter Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Kreislaufbeschwerden. Auch Verwirrtheitszustände seien ein deutliches Warnsignal und ein Hinweis auf starken Flüssigkeitsmangel. Das Motto laute besonders bei heißen Temperaturen „trinken, trinken und nochmals trinken!“. Bis zu vier Liter pro Tag empfiehlt der Amtsarzt. Aber aufgepasst! Nicht jedes Getränk ist bei großer Hitze ratsam. Während Mineralwasser, Fruchtsaft oder Kräutertees unbedenklich seien, belasteten Kaffee oder Alkohol den Organismus zusätzlich, so Dr. Wermes.

    Auch die Auswahl der Speisen sollte derart belastenden Witterungsverhältnissen angepasst werden. „Leichte Kost in kleinen Mengen“ lautet die Zauberformel bei schweißtreibenden äußeren Bedingungen. Also zum Beispiel Salat, Gemüse oder Obst. Kontraproduktiv sind dagegen fett- und eiweißreiche Mahlzeiten.

    Negative Auswirkungen haben darüber hinaus sportliche Aktivitäten. Generell sollte körperliche Anstrengung an heißen Tagen (soweit möglich) ganz vermieden oder zumindest sehr stark eingeschränkt werden. Wer allerdings beruflich entsprechend gefordert ist, muss bis zu zehn Litern Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen und so im wahrsten Sinne des Wortes einen kühlen Kopf zu bewahren.

    Wer im Büro arbeitet, kann großer Hitze beziehungsweise körperlichen Beschwerden ebenfalls entgegenwirken. Erfolg versprechend ist hier nach Ansicht des Amtsarztes eine ausreichende Belüftung. Betroffene sollten an solchen Tagen also für einen ständigen Luftzug sorgen. Soweit möglich, sollten Jalousien und Vorhänge dabei eine direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Zusätzlich können die Arme und die Füße mit kaltem Wasser übergossen werden, um die Körpertemperatur zu senken.

    Auch bei hitzebedingten schlaflosen Nächten weiß Dr. Wermes Rat: „Wer vor der Bettruhe kalt duscht und sich anschließend nicht abtrocknet, kommt besser in den Schlaf.“ Und auch hier gilt wieder: Große und schwere Mahlzeiten vor dem Schlafengehen unbedingt vermeiden!