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    Gesundheitsamt stattet Schulen mit Zahnrettungsboxen aus (02.09.2009)

     Damit ein kleines Missgeschick keine bleibende (Zahn-)Lücke hinterlässt, hat das gemeinsame Gesundheitsamt Uelzen/Lüchow-Dannenberg kürzlich damit begonnen, so genannte Zahnrettungsboxen an die Schulen der beiden Landkreise zu verteilen. „Dort passieren erfahrungsgemäß besonders viele Zahnunfälle – zum Beispiel beim Toben auf dem Schulhof oder auch im Sportunterricht“, weiß Dr. Detlev Preuß von der „Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege“ des Gesundheitsamtes. Nicht selten gehe es dabei wie dem kleinen Marius, der beim Herumtollen so unglücklich gefallen sei, dass er sich dabei einen Schneidezahn ausgeschlagen habe. Aus Unwissenheit der Beteiligten sei der Zahn anschließend ausgetrocknet und deshalb nicht wieder zu verwenden gewesen.

    Um genau das zu verhindern und die Chancen für eine erfolgreiche Wiedereinpflanzung eines ausgeschlagenen Zahns deutlich zu erhöhen, sollen künftig die neuen Zahnrettungsboxen zum Einsatz kommen. „Ausgeschlagene Zähne sind vor allem durch Austrocknung gefährdet. Schon nach 30 Minuten sinkt dann, nach einer versuchten Wiedereinpflanzung, die Heilungsquote rapide ab“, erklärt Dr. Preuß.

    Die Zahnrettungsbox enthält eine genau auf den Zahn abgestimmte Nährlösung. Sie ermöglicht es, ausgeschlagene Zähne oder auch Zahnbruchstücke für über zwölf Stunden lebensfähig zu halten, so dass diese vom Zahnarzt oder in einer Zahnklinik wieder eingesetzt werden können.

    Die Verteilung der neuen Boxen an die Schulen erfolgt im Rahmen der schulzahnärztlichen Reihenuntersuchungen.

    Mit der Einführung der neuen Zahnrettungsbox sollten die Zeiten, in denen ausgeschlagene Zähne von Schülern bestenfalls in kühler Milch oder unter der Zunge des Patienten zum Zahnarzt mitgebracht wurden, nun endgültig der Vergangenheit angehören. Nach wie vor gilt aber auch für den Gebrauch der neuen Boxen: Wichtig ist schnelles Handeln. Der ausgeschlagene Zahn darf dabei nicht abgewischt oder gereinigt oder abgespült werden und darf nur an der Krone angefasst werden.

    Um Zahnunfälle zu vermeiden, ist es insbesondere bei der Ausübung bestimmter Sportarten ratsam, einen individuell vom Zahnarzt angepassten Mundschutz zu nutzen. Besonders bei vorstehenden Schneidezähnen kann darüber hinaus auch eine rechtzeitige kieferorthopädische Behandlung dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu Unfällen mit ausgeschlagenen oder abgebrochenen Zähnen kommt.