• Pressearchiv

    Gesundheitsprojekt: Landkreis sucht engagierte Migrantinnen und Migranten (30.09.2015)

    Mit der heutigen Auftaktveranstaltung startet im Landkreis Uelzen offiziell das Projekt „Gesundheit mit Migranten für Migranten“ – ein Projekt, das die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. im Rahmen des so genannten „Drei-Generationen-Projektes Niedersachsen“ durchführt. Ziel, so Erster Kreisrat Uwe Liestmann während seiner kurzen Begrüßungsrede im Uelzener Herzog-Ernst-Gymnasium, ist die Gesundheitsförderung und Prävention für Migrantinnen und Migranten. Zu diesem Zweck werden im Rahmen des Projektes engagierte Migrantinnen und Migranten gesucht, die sich anschließend zu Mediatorinnen und Mediatoren ausbilden lassen möchten.   

    Ahmet Kimit (v.v.l.), Yüksel Tuac, Josefin zum Felde und Erster Kreisrat Uwe Liestmann informierten die Anwesenden über das außergewöhnliche ProjektDiese werden von Fachleuten aus dem Gesundheitswesen geschult und darauf vorbereitet, Informationsveranstaltungen in der jeweiligen Muttersprache anzubieten. Die so ausgebildeten Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren sollen im Anschluss an die Schulungen ihren Landsleuten verständlich und kultursensibel den Aufbau des deutschen Gesundheitssystems und Präventionsthemen wie Kindergesundheit und Unfallprävention, Brustkrebsfrüherkennung, Alter, Pflege und Gesundheit, Impfschutz sowie Diabetes vermitteln. Darüber hinaus sollen sie ihre Landsleute über vorhandene Anlauf- und Beratungsstellen im Landkreis informieren.

    „Mit Hilfe der Mediatorinnen und Mediatoren und der Akteure des Gesundheitswesens wird die Eigenverantwortung von Migrantinnen und Migranten für ihr Wohlergehen und somit für ihre Teilhabe gestärkt“, so Josefin zum Felde, Koordinatorin für Migration und Teilhabe beim Landkreis Uelzen. Zum Felde zeigte sich während der heutigen Auftaktveranstaltung überaus erfreut, dass sogar schon vor dem offiziellen Beginn des Projektes mehrere Migrantinnen und Migranten ihre Bereitschaft signalisiert haben, sich zu Gesundheitsmediatoren ausbilden zu lassen. Einige von ihnen waren bei der Auftaktveranstaltung dabei, um bereits erste tiefere Einblicke in das Projekt zu erhalten.
     
    Die Projektverantwortlichen stießen auf sehr interessierte Zuhörerinnen und ZuhörerSolche Einblicke bot besonders Ahmet Kimit vom Ethno-Medizinischen Zentrum e. V.; er nutzte die Auftaktveranstaltung, um den Anwesenden weitere Einzelheiten und Details der Aktion zu erläutern. Außerdem informierte er ausführlich über die Hintergründe und Ziele des Vereins Ethno-Medizinisches Zentrum. 

    Zu den Teilnehmern der Auftaktveranstaltung zählte neben einigen Ärzten und weiterem medizinischen Fachpersonal, das sich ebenfalls bereits zur Mitarbeit bereit erklärt hat, auch Yüksel Tuac, die beim Landkreis Uelzen für die Koordination des Projektes verantwortlich ist. Sie ist jeweils dienstags in der Zeit von 12 bis 17 Uhr im Gesundheitsamt Uelzen, Auf dem Rahlande 15, im Rahmen ihrer Sprechstunden persönlich erreichbar. Darüber hinaus kann Yüksel Tuac unter der Rufnummer 0581/82-496 kontaktiert werden. Die E-Mail-Adresse lautet: mimilandkreisuelzen@yahoo.de.

    Der Kurs wird voraussichtlich schon im November beginnen und umfasst insgesamt rund 50 Unterrichtsstunden, die sich auf mehrere Abend- und Samstagsveranstaltungen verteilen. Die Teilnahme an der Schulung ist kostenlos und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Die anschließenden Informationsveranstaltungen der Mediatorinnen und Mediatoren werden mit einer Aufwandsentschädigung vergütet.  

    Das bewährte Gesundheitsprojekt wird durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, die Sanofi Pasteur MSD GmbH und MSD Sharp & Dohme GmbH gefördert.