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    Internationaler Frauentag am 8. März (21.02.2011)

    Seit nunmehr 100 Jahren wird der Internationale Frauentag weltweit gefeiert. Es ist ein Tag für die Rechte der Frauen, für den Frieden und eine humane Gesellschaft. Um die Einführung eines politischen Frauenwahlrechts zu beschleunigen, beschlossen im August 1910 ca. 100 Frauen aus 17 Nationen auf der 2. Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen, alljährlich einen Frauentag zu veranstalten, der internationalen Charakter tragen sollte. Der erste Internationale Frauentag fand 1911 statt. Heute wird dieser Tag in vielen Ländern am 8. März mit Diskussionen, Veranstaltungen, internationalen Treffen und Festen begangen. Die allgemeine aktuelle Bedeutung des Internationalen Frauentags manifestiert sich in der Aufforderung zum Engagement für Gleichheit, Demokratie, Eigenständigkeit und Selbstbestimmung und somit zum alltäglichen Widerstand gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Gewalt und patriarchale Strukturen. Trotz jahrelanger Frauenförderung und Erweiterung der Chancengleichheit hält Sabine Siegel, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Uelzen, diesen Tag immer noch für berechtigt und will ihn in das Bewusstsein der Bevölkerung bringen. Trotz besserer Schul- und Studienabschlüsse haben junge Frauen einen schlechteren Zugang zu qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen, trotz gleicher Arbeitsbedingungen erhalten sie oftmals weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen, bekommen geringere Renten und erledigen die meiste Haus- und Familienarbeit, auch wenn sie voll berufstätig sind, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Auch im Landkreis Uelzen finden jedes Jahr anlässlich des Frauentages Veranstaltungen statt. In diesem Jahr lädt der Arbeitskreis der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten zusammen mit der Klinik Lüneburger Heide nach Bad Bevensen ein. Unter dem Motto: „Frauen werden anders krank“ gibt es 3 Fachvorträge. Frau Dr. Wally Wünsch-Leiteritz von der Klinik Lüneburger Heide informiert über Essstörungen, insbesondere über Magersucht und Bulimie. Anschließend wird Frau Dr. Martina Hug von der Psychiatrischen Klinik Uelzen zum Thema psychische Erkrankungen referieren. Frau Dr. Luise Vöhringer vom Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen nimmt sich des Themas Herz-Kreislauferkrankungen an, immer noch Todesursache Nr. 1 bei Frauen in Deutschland. Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen Infostand der AOK speziell zu den Themen Ernährung und Gesundheitsprävention. Die Ökotrophologin Daniela Jensen steht während der Veranstaltung für spezielle Fragen zur Verfügung. Die musikalische Begleitung erfolgt durch die Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen unter der Leitung von Almuth Mengel. Zu der kostenfreien Veranstaltung sind Frauen jeden Alters herzlich eingeladen, fürs leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Das Programm beginnt um 15.00 Uhr in der Klinik Lüneburger Heide, Am Klaubusch 21, in Bad Bevensen. Das Ende ist für 17.00 Uhr vorgesehen.

    Weitere Informationen gibt es bei der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Uelzen, Sabine Siegel, unter Telefon 0581/82-203.