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    Jahresbilanz des Amtes für Kreisstraßen und Abfallwirtschaft (01.02.2007)

    Sieben Straßensanierungsprojekte, ein neuer Radweg, die Wiedereingliederung der Kompostieranlage Borg und die Umsetzung des Elektrogerätegesetzes hielten das Amt für Kreisstraßen und Abfallwirtschaftsbetrieb im vergangenen Jahr auf Trab. Rund 17,4 Kilometer Kreisstraßen wurden ausgebessert bzw. ausgebaut.

    Größtes Projekt war die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Wessenstedt, die mit 940.000 Euro zu Buche schlug. Insgesamt beliefen sich die Kosten für die Straßensanierungen auf mehr als 2,6 Mio. Euro. Bis auf die vom Landkreis komplett finanzierte Erneuerung der K7 Wrestedt-Nettelkamp wurden die Baumaßnahmen jedoch zu rund 70 % aus GVFG-Fördermitteln (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) gezahlt.

    „Zum ersten Mal seit langem haben wir auch wieder einen neuen Radweg gebaut“, berichtet Amtsleiterin Renate König. Die 1,6 km lange Strecke führt vom Ortseingang Sasendorf zur B4. Die Kosten hierfür lagen bei ca. 240.000 Euro und wurden zu 70% vom Landkreis und zu 30% von der Stadt Bevensen getragen. Zuvor war auf diesem Teilstück kein Radweg vorhanden, so dass der komplette Unterbau neu zu errichten war und letztlich zu einem Kilometerpreis von knapp 150.000 Euro führte.

    Die Kompostieranlage Borg wurde Anfang 2006 in den Abfallwirtschaftsbetrieb (ABW) eingegliedert. Diese war seit ihrer Errichtung 1993 von einem privaten Betreiber geführt worden. Ein Gutachten hatte jedoch ergeben, dass die Anlage als Eigenbetrieb wirtschaftlicher zu führen sei. Die Erfolgsbilanz nach dem ersten von drei vorgesehenen Probejahren bestätigt dies: Die erzeugte und verkaufte Kompostmenge konnte bei gleichbleibender Qualität um 50 % gesteigert, die Entsorgungskosten für Sortier- und Siebrückstände um ca. 50.000 Euro verringert werden.

    Die Einführung des neuen Elektrogerätegesetzes verlief nach anfänglichen Schwierigkeiten und trotz eines erhöhten Sortier- und Kommunikationsaufwands im Großen und Ganzen problemlos. Seit März 2006 darf Elektroschrott nicht mehr im Haus- bzw. Restmüll entsorgt werden. Im Landkreis Uelzen werden ausgediente Geräte aus Privathaushalten seitdem von den Sammelstellen des Abfallwirtschaftsbetriebs - dem Betriebshof in Oldenstadt und der Mülldeponie Borg - kostenlos angenommen. Von dort werden die Geräte zur Verwertung an die jeweiligen Hersteller bzw. die von ihnen gegründete Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR) weitergeleitet, da das Gesetz ihnen die „Produktverantwortung“ zuweist: Sie müssen den Elektroschrott nach vorgegebenen ökologischen Standards entsorgen.

    Der Elektroschrott wird in fünf Sammelgruppen unterteilt. Da der ABW die sogenannte „weiße Ware“ (Sammelgruppe 1: Waschmaschinen, Geschirrspüler, Herde etc.) herausgelöst hat, konnte er mit dem Verkauf rund 5.500 Euro einnehmen, die dem Gebührenhaushalt und damit letztlich allen Kreiseinwohnern zugute kommen.