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    Katastrophenschutz: Landkreis Uelzen probt für den Ernstfall (17.09.2008)

     „Es war eine sehr intensive Arbeitswoche, aber der Aufwand hat sich mit Sicherheit gelohnt“, zieht der Erste Kreisrat des Landkreises Uelzen, Dr. Heiko Blume, eine durchweg positive Bilanz. Für eine ganze Woche waren er und rund 20 weitere Mitglieder des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Uelzen im nordrhein-westfälischen Ahrweiler zu Gast, um für den (hoffentlich niemals eintretenden) Fall einer Katastrophe gerüstet zu sein. Der heimische Katastrophenschutzstab bemüht sich im Ernstfall um die Koordination von Hilfsmaßnahmen und um eine möglichst rasche Beseitigung der Schäden. Zu ihm zählen neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung auch die jeweiligen Fachberater der Polizei, des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerkes und der Bundeswehr.  

    An der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz in Ahrweiler standen sowohl Theorie als auch Praxis auf dem Stundenplan. Schwerpunkt der einwöchigen Schulung war eine dreitägige Katastrophenschutz-Übung, bei der die Frauen und Männer aus dem Landkreis Uelzen trotz der simulierten Übungssituation eine Menge Stress zu bewältigen hatten. „Das ist für die Teilnehmer keine Spaßveranstaltung, sondern wirklich schweißtreibende Arbeit“, so Mitorganisator Bernd Fabisiak.

    Kein Wunder – ging es doch darum, mit gleich mehreren katastrophalen Situationen zurecht zu kommen. Zum Beispiel mit einem verunglückten Gefahrstoff-Lkw. Erschwert wurde das Ganze durch eine extreme Wetterlage mit großräumigen Überschwemmungen und als Höhepunkt einem brechenden Staudamm, der zahlreiche Verletzte und Tote zur Folge hatte.

    Darüber hinaus wurden den Schulungsteilnehmern im Rahmen von Referaten und Vorträgen weitere Kenntnisse vermittelt. Dabei ging es um die Kommunikation in Krisensituationen, um Epidemien bzw. Seuchen bei Menschen und Tieren und schließlich um das Thema Gefahrenquelle Radioaktivität.

    Während der lehrgangsfreien Zeit kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Bei gemeinsamen Unternehmungen nutzten die Schulungsteilnehmer die Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen. Auf dem Programm standen unter anderem ein Bummel durch die Altstadt und die Besichtigung des ehemaligen Regierungsbunkers.

    „Wir haben gut und harmonisch zusammengearbeitet, viel gelernt und einige Anregungen mit nach Hause genommen, die wir nun natürlich auch umsetzen wollen“, so Dr. Heiko Blume nach siebenstündiger Rückfahrt am vergangenen Freitag (12.09.2008) in Uelzen. Geholfen habe dabei sicherlich auch die gute Vorbereitung durch mehrere interne Schulungen im Uelzener Kreishaus und eine zusätzlich vorgelagerte zweitägige Ausbildung mit der Niedersächsischen Feuerwehrschule in Celle.