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    "Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe" hat Arbeit aufgenommen (03.06.2015)

    Mit der Besetzung der neu geschaffenen „Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe“ durch Josefin zum Felde Anfang Mai 2015 unterstreicht die Uelzener Kreisverwaltung ihre Bemühungen zur Integration der im Landkreis lebenden Migranten.

    Josefin zum Felde kümmert sich ab sofort um alle Belange rund um das Thema "Migration und Teilhabe".Landrat Dr. Heiko Blume zeigte sich angesichts der kürzlich erfolgten Stellenbesetzung hoch erfreut: „Die Einrichtung der neuen Stelle ist letztlich auch ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises.“ „Denn“, so der Landrat weiter, „die Bedeutung gelungener Integration zu uns kommender Migranten ist grundsätzlich wichtig, insbesondere diejenigen betreffend, die dauerhaft im Landkreis Uelzen bleiben. Die Bedeutung wird angesichts stark zunehmender Flüchtlingszahlen einerseits sowie des demografischen Wandels und des schon jetzt spürbaren Fachkräftemangels andererseits aber mit Sicherheit in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch deutlich zunehmen – und zwar nicht nur für die Migranten selbst sondern für unser aller Wohlstand.“ Auch deshalb sei er der Politik dankbar, dass die neue Stelle trotz angespannter Haushaltslage als unbefristete Vollzeitstelle habe eingerichtet werden können, so Blume.  

    Die „Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe für den Landkreis Uelzen“ ist dem Sozialamt der Kreisverwaltung angegliedert. Josefin zum Felde steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, allen Migranten und allen in der Flüchtlingsarbeit Engagierten als Ansprechpartnerin im ersten Obergeschoss des Kreishauses in Raum 127, unter der Rufnummer 0581/82-298 oder der E-Mail-Adresse j.zum-felde@landkreis-uelzen.de zur Verfügung. „Meine Aufgabe sehe ich unter anderem auch darin, gegenseitigen Respekt zu fördern und verschiedene noch schlummernde Potenziale zu entwickeln“, blickt zum Felde auf ihre künftige Tätigkeit.
    Mit Stand Mai 2015 leben, häufig seit langer Zeit, fast 4.000 Menschen mit fremdem Pass aus 120 Nationen im Landkreis Uelzen. Die Bevölkerung stellt sich also sogar in dieser eher ländlich strukturierten Region Deutschlands kulturell mittlerweile sehr vielfältig dar. Inbegriffen sind  etwa 500 Geflüchtete aus 26 Ländern im Landkreis.

    „Weiterhin sind da viele weitere Menschen mit so genanntem Migrationshintergrund. Nach der Definition des Statistischen Bundesamtes sind das alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“, erklärt Josefin zum Felde. Häufig hätten sie die deutsche Staatsangehörigkeit oder verfügten über einen sehr sicheren Aufenthaltsstatus.

    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt, so zum Felde weiter, seien die Entfaltungschancen für hinzukommende Bevölkerungsgruppen nicht vollends entwickelt, wodurch wichtige persönliche wie gemeinschaftliche Ressourcen brachlägen. Bedeutend für diesbezüglichen Wandel seien Zusammenarbeit und Vernetzung der zahlreichen Akteure in all den verschiedenen Feldern: in Politik und Verwaltung, in Bildung und Wirtschaft, in Sozialverbänden und Gesundheitswesen, in Vereinen und Ehrenamt, in religiösen Vertretungen und Migrantenselbstorganisationen, in Presse und Öffentlichkeit, in Kultur und Freizeit und bei Vielem mehr. „Alteingesessene und Zugewanderte können sich gegenseitig viel mehr inspirieren.“

    Das geflügelte Wort „Willkommenskultur“ gelte es, mit einer Willkommensstruktur gemeinsam in den Alltag zu bringen.