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    Kreispolitik ermöglicht ersten Schritt zur Schaffung einer "Gesundheitsregion" (07.08.2014)

    Der Landkreis Uelzen macht sich auf den Weg, eine so genannte offizielle „Gesundheitsregion“ zu werden. Den Startschuss dazu hat der Uelzener Kreisausschuss im Rahmen seiner jüngsten Sitzung gegeben. Damit beteiligt sich der Landkreis an einem kürzlich aufgelegten Projekt der Landesregierung unter dem Titel „Gesundheitsregionen Niedersachsens“. Dessen Ziel ist es, vor dem Hintergrund der Situation einiger Kliniken, dem Fachkräftedefizit im Pflegebereich und dem Hausärztemangel auf dem Land über die Vernetzung aller Anbieter neue Strukturen im Gesundheitssystem zu schaffen. So soll die gesundheitliche Versorgung vor Ort als Teil der Daseinsvorsorge langfristig sichergestellt werden.

    Der Uelzener Kreisausschuss hat dazu nun die Kreisverwaltung beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erstellen und Fördermittel des Landes zu beantragen. Darüber hinaus beschlossen die Ausschussmitglieder, grundsätzlich notwendige Finanzmittel für diesbezüglich erforderliche Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. Dazu könnten regelmäßige Gesundheitskonferenzen ebenso zählen wie die Schaffung von Arbeitsgruppen beziehungsweise einer regionalen Steuerungsgruppe.

    Landrat Dr. Heiko Blume begrüßte in einer ersten Stellungnahme die Entscheidung der Politik: „Der Beschluss ist nicht nur wichtig für die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises, sondern er ist auch konsequent.“ Schließlich habe sich die Kreispolitik das Thema Gesundheit bereits bei der Verabschiedung von insgesamt sieben strategischen Zielen, die für den Landkreis Uelzen gelten, auf die Fahnen geschrieben. Es gelte, sowohl die medizinische als auch die  pflegerische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zu gewährleisten und dabei die sich verändernde Bevölkerungssituation zu berücksichtigen.
    Der Landrat machte im Rahmen der Kreisausschusssitzung deutlich, dass eine finanzielle Förderung einzelner Projekte durch das Land nur dann in Betracht kommt, wenn der Landkreis Uelzen tatsächlich als Gesundheitsregion im Sinne der entsprechenden Richtlinie anerkannt werde. Dazu sei zunächst die Erstellung eines Konzeptes unerlässlich.

    So seien im Fortgang des Projektes zum Beispiel Kooperationen zwischen der „Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften“ und dem Gesundheitsamt Uelzen/Lüchow-Dannenberg denkbar, gab der Chef der Uelzener Kreisverwaltung einen ersten Ausblick.