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    Kreistag verabschiedet neue Abfallentsorgungssatzung (30.03.2011)

    Nach der gestrigen Entscheidung des Kreistages tritt ab dem 1. April 2011 für den gesamten Landkreis Uelzen eine neue Abfallentsorgungssatzung in Kraft.

    Wesentlicher Bestandteil des Kreistagsbeschlusses ist die Einführung des 40 l-Restabfallbehälters. Verbunden mit dieser Neuerung ist eine Gebührenerhöhung für die Restabfallbehälter. „Nachdem die Gebühren sechs Jahre lang stabil gehalten werden konnten, ist diese Erhöhung unumgänglich“, so Frank Peters, zuständiger Dezernent beim Landkreis Uelzen. Bereits seit dem Jahr 2005 entstehen durch den Umschlag, Abtransport und die Behandlung in externen Anlagen Mehrkosten von rund 3 Millionen Euro pro Jahr.

    Bei der letzten Gebührenerhöhung im Jahr 2005 wurde lediglich die Hälfte dieser Kosten umgelegt. Für den restlichen Anteil wurde die Rücklage des Abfallwirtschaftsbetriebes aufgezehrt.

    Die Einführung des 40 l-Restabfallbehälters erfordert eine Neufassung der bisherigen Satzung. Das vorgeschriebene Mindestvolumen wird von 15 Liter pro Person und Woche auf 10 Liter reduziert. Gleichzeitig wird eine Grundgebühr von 60 Euro je Behälter und Jahr eingeführt. Mit der Grundgebühr werden teilweise die Kosten abgegolten, die unabhängig von der Restmüllmenge anfallen. Hierzu gehören unter anderem die fixen Kosten für Abschreibungen, Rekultivierung und Nachsorge der Hausmülldeponie sowie die Kosten für das Vorhalten des Fuhrparks und der Entsorgungsanlage. Darüber hinaus sind die Kosten für die getrennte Sammlung zum Beispiel von Sperrmüll, Sondermüll und kompostierbaren Abfällen von der Restabfallmenge unabhängig. Alle anfallenden Kosten sind jedoch über die Gebühren zu decken. Durch die Einführung eines kleineren Abfallbehälters sinken die Kosten nicht. Die Kosten müssen lediglich anders verteilt werden. Dadurch ergeben sich für die größeren Behälter entsprechend höhere Gebühren.

    Das sind die neuen Gebühren, die ab dem 1. April 2011 gelten:

    Restabfallbehälter

    sofern nicht anders angegeben,
    alle Angaben in €

    40 l RMB

    40 l RMB

    80 l RMB

    120 l RMB

    240 l RMB

    660 l RMB

    1.100 l RMB

    Volumen in l

    40

    40

    80

    120

    240

    660

    1100

    Leerungsintervall (in Wochen)

    4

    2

    2

    2

    2

    1

    1

    neue leistungsbezogene Jahresgebühr nach Glättung

    21,60

    43,20

    87,60

    130,80

    262,80

    1.446,00

    2.410,20

    Grundgebühr pro Behälter/Jahr

    60,00

    60,00

    60,00

    60,00

    60,00

    60,00

    60,00

    Gesamtgebühr pro Behälter/Jahr nach Glättung

    81,60

    103,20

    147,60

    190,80

    322,80

    1.506,00

    2.470,20

    Wer kann einen 40 l-Restabfallbehälter nutzen?

    • Bei Grundstücken, die nur mit einer oder zwei Personen bewohnt sind, kann ein 40 l-Behälter gestellt werden. Wohnt auf einem Grundstück nur eine Person, kann der Abfuhrturnus auf vier Wochen verlängert werden.

    Wie kann der 40 l-Behälter bestellt werden?

    • Behälteränderungswünsche können schriftlich mit einem entsprechenden Formular beantragt werden. Die Formulare stehen auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebes zum Download zur Verfügung. Sie liegen auch im Kreishaus, Veerßer Straße 53, 29525 Uelzen, und bei den Samtgemeinden beziehungsweise der Einheitsgemeinde Bienenbüttel und der Stadt Uelzen aus. Auch an den Müllfahrzeugen sind die Formulare erhältlich.

    Was ändert sich noch ab dem 1. April 2011?

    - Die Anlieferungsgebühren beim Entsorgungszentrum Borg werden für einige Abfallarten geändert:

    • Die Gebühr für Garten- und Parkabfälle sinken von 48 Euro je Tonne auf 36 Euro je Tonne, beziehungsweise 4 Euro pauschal für Mengen unter 200 Kilogramm. Ausgenommen hiervon sind Stämme und Stubben mit einem Durchmesser von mehr als 20 Zentimetern. Diese müssen gesondert vorzerkleinert werden. Die Gebühr beträgt künftig 54 Euro je Tonne.

    • Die Gebühren für die Ablagerung von asbesthaltigen Abfällen steigen auf 95 Euro je Tonne, für Gipsabfälle betragen die Gebühren 37,50 Euro je Tonne. Diese Abfallarten dürfen nur in bestimmten Monobereichen und mit erhöhtem Aufwand abgelagert werden.

    Bei Fragen zu den neuen Regelungen wenden Sie sich bitte an den Abfallwirtschaftsbetrieb unter der Rufnummer 0800/2920800.