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    Landkreis Uelzen beteiligt sich an neuem Netzwerk zur Förderung von Kindern (04.02.2009)

     „Es ist ein weiterer Mosaikstein in unserem Bemühen, die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern nochmals zu verbessern“, fasst Sozialdezernent Lothar Heinisch die Gründe für die Mitgliedschaft des Landkreises Uelzen an dem kürzlich in Lüneburg aus der Taufe gehobenen Verein „nifbe Nordost“ zusammen.

    Der neue Verein ist Bestandteil des bereits in Niedersachsen vorhandenen „nifbe“-Netzwerkes. Er soll sich um die Ausgestaltung des so genannten Netzwerkknotens in Lüneburg kümmern. Landesweit gibt es fünf solcher Netzwerkknoten. Das Kürzel „nifbe“ steht dabei für „Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung“.

    „Ziel ist es, die frühkindliche Betreuung und die Entwicklung zu stärken“, erklärte Lüneburgs Erster Stadtrat, Peter Koch, bei der Gründungsversammlung des Vereins in den Räumen der Volkshochschule Lüneburg. Heimische Wissenschaftler sollen dazu künftig verstärkt mit den Praktikern aus Kindertagesstätten und Schulen der Region zusammenarbeiten. In Lüneburg stehe der Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis im Vordergrund, hob auch Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Sabine Remdisch hervor.

    Geplant sind beispielsweise Ringvorlesungen, sagte die Lüneburger Koordinatorin Babett Behren. Vorgesehene Schwerpunkte seien „Kindheit in der Region“, „Gutes und gesundes Aufwachsen“, „Beteiligung der Eltern“ sowie „Professionalisierung der pädagogischen Mitarbeiter“.

    Mit „nifbe“ will das Land Niedersachsen die Potenziale der frühkindlichen Förderung bündeln. Es stellt jährlich rund 5,5 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung. Jeder der fünf Netzwerkknoten wird fünf Jahre lang mit jeweils 225.000 Euro aus Hannover bezuschusst. Eine finanzielle Beteiligung der Landkreise ist deshalb nicht erforderlich.

    Mit im Boot sitzen beim neuen Verein „nifbe Nordost“ neben dem Landkreis Uelzen auch die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Soltau-Fallingbostel und Stade. Beteiligt sind außerdem die Stadt Lüneburg und die Leuphana-Universität Lüneburg. Die Landkreise Harburg, Rotenburg, Osterholz und Verden haben bereits Interesse signalisiert, müssen sich aber noch die Zustimmung ihrer Gremien einholen.