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    Landrat begrüßt geplantes Nahwärmenetz in Bohlsen (11.11.2015)

    Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume hat sich gestern über die Arbeit der Genossenschaft (i. Gr.) „BürgerEnergie Bohlsen“ informiert. Die Genossenschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Bohlsen ein Nahwärmenetz zu errichten und zu unterhalten, das Bohlsener Haushalte über eine gemeinsame Heizzentrale mit Wärme versorgt.

    Landrat Dr. Heiko Blume (3.v.l.) ließ sich das Vorhaben durch die Vorstandsmitglieder Jürgen Winter (v.l.), Manfred Völker, Lutz Jacob und Sarah Schulz vorstellen „Ich halte dieses von Dorfbewohnern und Bohlsener Mühle initiierte Gemeinschaftsprojekt aus umweltpolitischer Sicht für sehr interessant, da es durch eine Kohlendioxid-Ersparnis von rund 1.000 Tonnen jährlich, die sich aus den bisher beteiligten Haushalten ergibt, einen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, so der Landrat unmittelbar nach dem Treffen. „Das Projekt ist deshalb auch von Bedeutung für das Klimaschutzkonzept unseres Landkreises, das am 1. Dezember 2015 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt wird“, so Blume weiter.     

    „Obwohl bereits einige Nahwärmenetze im Landkreis Uelzen existieren, ist das Bohlser Projekt einzigartig“, erläuterte Jürgen Winter, Vorstandsvorsitzender der BürgerEnergie Bohlsen (BEB), das Vorhaben. Die gemeinsame Heizzentrale werde hauptsächlich mit Dinkelspelzenpellets der Bohlsener Mühle betrieben. Die Dinkelspelzen fallen in der Mühle als Abfallprodukt an.

    „Nach umfangreicher Forschung und Entwicklung ist es der Mühle gelungen, die Dinkelspelzen so zu Pellets zu pressen, dass diese als Brennstoff für die Bohlsener Heizzentrale geeignet sind. Unsere Wärme wird also direkt vor Ort produziert. Das spart nicht nur Transportwege, sondern hat auch einen wirtschaftlichen Nutzen. Es stärkt einmal mehr die Bindung zwischen Bohlsener Mühle und dem Dorf Bohlsen“, schilderte Winter dem Landrat die wesentlichen Vorteile des geplanten Nahwärmenetzes.

    Noch im Dezember 2015 soll der offizielle Startschuss für die Umsetzung gegeben werden, so dass der Bau im Jahr 2016 durchgeführt werden kann und die ersten Haushalte bereits zur Heizperiode 2016/2017 mit Nahwärme aus Bohlsen versorgt werden können.

    Bisher ist es der Genossenschaft gelungen, rund 70 Haushalte für das Projekt zu gewinnen. „Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn sich kurzfristig oder im späteren Verlauf noch weitere Bohlsener Haushalte an diesem umweltfreundlichen und innovativen Vorhaben beteiligen würden“, so Jürgen Winter abschließend.