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    Leader-Projekt: Nach 1. Regionalkonferenz weitere Vorhaben auf dem Prüfstein (05.06.2009)

     Im Rahmen der ersten Regionalkonferenz der „Leader-Region Heideregion Uelzen“ unter dem Motto „Dörfer auf dem Weg – neue Strategien zur Siedlungsentwicklung und Versorgung in Zeiten des demografischen Wandels“ kamen etwa 30 Vertreter der Kommunen, ansässiger Institutionen und Vereine sowie Bürger aus dem Landkreis Uelzen zusammen. Als Impulsgeber für die „Heideregion Uelzen“ waren vier Referenten aus Orten in Niedersachsen geladen, die mit unterschiedlichen Konzepten den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen.

    Hauptreferent Günter Piegsa (Regierungsvertretung Südniedersachsen) gab einen interessanten Einblick in die schwer wiegenden Konsequenzen für die Siedlungen, die aus der Bevölkerungsentwicklung in Teilen Südniedersachsens resultieren, und in die Wege, die dort eingeschlagen werden, um diese Konsequenzen abzufedern. Die Region setzt nicht auf detaillierte Bestandsanalysen, sondern auf städtebauliche Leitvorstellungen und Entwicklungskonzepte. Dabei stehen „voneinander lernen“ und interkommunaler Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Beim Vergleich der Bevölkerungsprognosen für Südniedersachsen und für den Landkreis Uelzen konnten die Teilnehmenden etwas aufatmen: Der Bevölkerungsrückgang tritt im Landkreis Uelzen zeitlich versetzt und nicht ganz so drastisch wie im südlichen Bereich von Niedersachsen ein. Aber die Zunahme der Anteile an älterer Bevölkerung ist vergleichbar.

    Konsens in der anschließenden Diskussion war, dass die zukünftigen Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur kein Schreckgespenst sein dürfen, sondern Chancen der Neugestaltung beinhalten. Dazu sei es erforderlich, Strategien und Konzepte zu entwickeln, um Perspektiven für die Wirtschaftstreibenden und die Bevölkerung zu schaffen.

    In einer Arbeitsgruppe zur innerörtlichen Entwicklung erläuterte Samtgemeindebürgermeister Friedrich Mönkemeyer aus Eschershausen am praktischen Beispiel, wie durch Leerstand und verfallende Bausubstanz frei werdende Flächen im Kernort genutzt werden können, um den Orten neue Funktionen und eine ansprechende Gestalt zu geben. In zwei weiteren Arbeitsgruppen wurden Handlungsansätze zum „Zukünftigen Wohnen auf dem Dorf“ und „Versorgung durch Dorfläden“ erarbeitet.

    Die Referenten und Teilnehmer betonten, dass ein Schlüssel zum Erfolg die interkommunale Kommunikation sowie die Einbeziehung der Wirtschaft und Bürgerschaft in die örtlichen Entwicklungen ist. Insbesondere eine gemeinsame vertrauensvolle Herangehensweise sei notwendig, um kommunale Konkurrenzen zu überwinden.

    Die Ergebnisse der Regionalkonferenz werden dokumentiert und nach den Sommerferien im „Arbeitskreis Siedlung und Landschaft“ weiterbearbeitet. Wer Interesse an der Dokumentation der Regionalkonferenz hat, kann sich unter der Rufnummer 0511/9357-150 oder unter der E-Mail-Adresse frahm@koris-hannover.de an die Leader-Regionalmanagerin Tanja Frahm wenden. Auch unter www.uelzen.de wird das Ergebnis-Protokoll zu finden sein.

    Am Donnerstag, 18. Juni, kommt die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) Heideregion Uelzen zum zweiten Mal in diesem Jahr zusammen, um über weitere Projekte für die Leader-Förderung zu entscheiden. Auf der Tagesordnung stehen die Projekte „Klostervorplatz Ebstorf“ und der „Baakstaven“, ein weiteres Gebäude für das Handwerksmuseum am Mühlenberg in Suhlendorf. Daher findet die Sitzung auch im Handwerksmuseum statt. Die LAG nutzt die Gelegenheit, sich das Konzept und die Ausbaupläne des Handwerksmuseums vor Ort erläutern zu lassen. Die LAG möchte sicherstellen, dass die eingesetzten Leader-Fördermittel nachhaltig wirken. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 17 Uhr. Interessierte sind willkommen.