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    Musikalische Reise französischer Austauschschüler fand großen Anklang (31.08.2011)

    Viel Zeit hat das Organisationsteam um Kreisjugendpfleger Matthias Borger und Rita Hamborg investiert, um einen neuntägigen Besuch einer Gruppe französischer Jugendlicher im Landkreis Uelzen zu organisieren und zu gestalten. Ein Wochenende lang verbrachten die französischen Kinder dabei ausschließlich in ihren hiesigen Gastfamilien. Während ihre Austauschpartner die Schule besuchten, wurden die europäischen Nachbarn anschließend mehrere Tage mit einem Programm rund um das Thema Musik unterhalten.

    Den Auftakt machte ein Intensivkurs in der „Tanzschule für alle“ in Bad Bevensen. Mit großer Geduld und Gelassenheit bemühte sich Nico Lembke, den jungen Gästen Blues und Discofox näher zu bringen. Bei einer abendlichen Party im Uhlenköper-Eventcenter wurde anschließend gemeinsam mit den Gastgebern das Erlernte in die Tat umgesetzt. Die Gasteltern hatten zu diesem Anlass ein reihhaltig bestücktes Buffet vorbereitet.

    Der folgende Hamburg-Besuch stand im Zeichen des Michels, rechtzeitig zum täglichen Spiel des Turmtrompeters war die Hauptkirche erreicht. Zur mittäglichen Orgelandacht war bereits ein Teil einer „musikalischen Rallye“ mit MP3-Player, Stadtplan und Fragenkatalog durch die Neustadt absolviert. Neben den Geburtsstädten der Hamburger Musiker Johannes Brahms und Felix Mendelssohn – das Wiegenlied und der Hochzeitsmarsch sind auch in Frankreich nicht unbekannt – galt es herauszufinden, wen wohl Heidi Kabel in „Hummel, Hummel! Mors, Mors!“ besingt oder wie die Rapper von „Fettes Brot“ grüßen, nämlich „Moin, moin!“ Das Programm fand nicht nur bei Henri-Lois, einem der Austauschschüler, großen Anklang. „Es war sehr lustig und hat großen Spaß gemacht“, so sein Fazit des Ausflugs.

    Der eingeschobene Sport-Tag begann mit einer echten Zitterpartie. Würde der Rasen beim „SwinGolf“ in Niendorf I nicht zu nass und das Wetter zu regnerisch sein? Doch Dörte Schwenk vom Meyerhof konnte beruhigen: „Es stehen keine Pfützen auf dem Platz und laut Radar ist das Regengebiet jetzt durch“, machte sie Lust auf die außergewöhnliche Aktion. So konnte der Parcours trockenen Fußes von den insgesamt 24 Schülerinnen und Schülern und deren Betreuern bewältigt werden. Mal mehr, mal weniger geschickt wurde der Ball in die 80 bis 300 Meter entfernten Löcher befördert.

    Gruppe Frankreichaustausch 2011

    Anschließend ging es ins Bienenbütteler Freibad. Dort wurden vor allem Rutsche und Sprungturm ausgiebig genutzt. Erschöpft aber zufrieden mit den Angeboten des Tages wurde der französische Reisebus, der der Gruppe während ihres Aufenthaltes zur Verfügung stand, wieder bestiegen.

    Ein heiß ersehntes Highlight für die Jugendlichen wie auch die erwachsenen Begleiter war der Ausflug in die Bundeshauptstadt Berlin. Dafür wurde der Bus gegen die Bahn getauscht und damit mehr Zeit gewonnen. Die frühe Abfahrtszeit allerdings stellte dann doch für einige der Teilnehmer eine echte Herausforderung dar. Schließlich ging es dann aber doch noch geschlossen in Richtung Berlin. Dort angekommen ging es zunächst zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und von dort weiter durch die Spree-Metropole. Nächstes Ziel war das Musikinstrumentenmuseum. Hier hatten die Initiatoren eigens eine französische Führung organisiert. Zum Abschluss des musikalischen Programms stand dann noch der Besuch eines klassischen Konzertes an.

    „Sehr eindrucksvoll. Wir haben Brahms und Debussy gehört und für alle waren es spannende neue Eindrücke“, berichtete später Hubert Camier, Begleiter der Gruppe und Schatzmeister des französischen Austausch-Komitees, seinem Gastgeber, Uelzens Landrat Dr. Theodor Elster.

    Als körperlich anstrengend erwies sich nicht nur der Berlin-Besuch, sondern für viele der jungen Franzosen auch das Kontrastprogramm einen Tag später – ein Trommelworkshop mit dem Lüneburger Schrotttrommler Jörg Schwieger. „Nach drei Stunden können die ersten Teilnehmer schon ihre Arme nicht mehr heben“, hatte der bereits im Vorfeld prophezeit. Für die Kaffeetasse oder das Eis am Nachmittag reichte es dann aber doch noch. Die Jugendlichen nutzten ihre Freizeit in Uelzen, um alte und neue Austauschpartner zu treffen, die Stadt kennen zu lernen oder letzte Einkäufe vor der Abreise zu erledigen.

    Am Abreisetag besuchten die Austauschpartner schließlich noch gemeinsam den jeweiligen Schulunterricht, bevor am Abend die Heimreise nach Frankreich angetreten wurde. Mehr als zehn Stunden dauerte die Busfahrt nach Rouen, in den Vororten und der Umgebung der Stadt sind die Gäste zuhause. Dorthin werden im kommenden Jahr während der Osterferien wieder Jugendliche des Landkreises Uelzen für eine Woche eingeladen – und dann die Möglichkeit haben, mit ihrer Reisegruppe die Normandie unter einer neuen Überschrift zu entdecken.