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    Rettungsdienst und Feuerwehr: Digitales Alarmierungsnetz auf der Zielgeraden (23.03.2011)

    „Wir sind auf der Zielgeraden“, freut sich Dr. Heiko Blume, Erster Kreisrat des Landkreises Uelzen, angesichts des kurz vor dem Abschluss stehenden Aufbaus eines digitalen Alarmierungsnetzes für den Rettungsdienst und die Feuerwehr. Die notwendige Errichtung der neuen Sendestationen sei inzwischen weitgehend abgeschlossen, so der zuständige Dezernent der Kreisverwaltung weiter.

    Der Startschuss für das Gemeinschaftsprojekt der Landkreise Uelzen, Celle, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Lüneburg war erst im August des vergangenen Jahres gefallen. Nur wenige  Monate später sind die technischen Voraussetzungen nahezu erfüllt. „Dies ist ein weiteres herausragendes Beispiel dafür, dass derartige Kooperationen sehr gut funktionieren können, wenn entsprechende Bereitschaft vorhanden ist und die Beteiligten engagiert an die Arbeit gehen“, blickt Blume auf die gelungene Zusammenarbeit zurück.

    Der Alarm wird wie bisher durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle im Landkreis Uelzen (im Kreishaus) ausgelöst und verteilt sich dann auf insgesamt 14 neue digitale Sendestationen. Die Bereiche, die diese Sendestationen abdecken, überlappen sich, so dass bei dem Ausfall einer Station unmittelbar die Nachbarsender den Alarm weitergeben. „Damit wird die Alarmierungssicherheit für die Einsatzkräfte erheblich steigen“, zeigt sich der Erste Kreisrat vom neuen System überzeugt. Außerdem führe diese Kooperation mit den anderen Landkreisen bereits jetzt zu Synergien und damit auch zu nennenswerten Kosteneinsparungen.

    In einem zweiten Schritt müssen die rund 1.450 digitalen Meldeempfänger jetzt noch programmiert und codiert werden.

    Die Einsatzkräfte bekommen die Informationen zum Einsatzort und zur Art des Einsatzes künftig nicht mehr über Funk, sondern sekundenschnell als Textnachricht auf die Meldeempfänger übertragen. Diese Meldungen sind verschlüsselt, so dass ein Mithören wie bisher im analogen Verfahren nicht mehr möglich ist.

    Die neue Technik führt auch zu einer erheblichen Entlastung des Funkverkehrs. Die Programmierarbeiten werden in der Leitstelle des Kreishauses ausgeführt und sind bereits in vollem Gange. Zunächst wurden die Melder für den Rettungsdienst fertiggestellt und ausgegeben, da der Rettungsdienst aufgrund der kreisweiten Einsätze das neue System flächendeckend testen kann. Die entsprechenden Melder für die Feuerwehren sollen während der nächsten Wochen schrittweise programmiert werden.

    Die vollständige Einstellung der bisherigen analogen Alarmierung als letzter Schritt soll allerdings erst erfolgen, wenn das digitale Alarmierungssystem komplett aufgebaut ist und störungsfrei betrieben werden kann. Bis zu diesem Zeitpunkt werden sowohl die Digital- als auch die Analogalarmierung noch parallel nebeneinander laufen.

    Blume spricht allen an dem Projekt Beteiligten seinen ausdrücklichen Dank aus. Er sei sicher, dass mit der Umstellung wesentliche Verbesserungen eintreten und sich das Projekt vor allem für die Bürgerinnen und Bürger auszahlen werde.