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    Schul- und Kulturamt: 150.000 Euro für IT-Ausstattung an Schulen investiert (30.01.2008)


    Mehrere größere Bauprojekte, die Erneuerung zahlreicher EDV-Schulanlagen, die Organisation der Schülerbeförderung und rund 120 Bußgeldverfahren gegen Schulschwänzer gehörten zu den vielfältigen Aufgaben und Projekten, die die Mitarbeiter des Schul- und Kulturamtes im vergangenen Jahr auf Trab hielten. Zudem gab es einen personellen Wechsel an der Spitze: Nach der Pensionierung von Jörg Tilly übernahm Kerstin Hagelstein im Herbst die Leitung des Amtes, das mit laufenden Ausgaben von rund 16 Millionen Euro (Einzelplan 2) zu den „kostspieligsten“ Ämtern der Kreisverwaltung gehört.

    An der Ganztagsschule Bad Bodenteich wurde mit dem Heizungsbau, der Renovierung der naturwissenschaftlichen Räume und der Asbestsanierung begonnen. Die aufwendigen Bauarbeiten, deren Kosten sich voraussichtlich auf etwas mehr als zwei Millionen Euro belaufen, dauern derzeit noch an. Eine zweite größere Baumaßnahme wurde mit der Errichtung von Mensa und Aufenthaltsräumen an der KGS Bad Bevensen durchgeführt. Die Mensa ist bereits fertiggestellt. Die Schüler werden dort voraussichtlich im 2. Schulhalbjahr ihr Mittagessen einnehmen können.

    Mit rund 150.000 Euro schlug die Erneuerung bzw. Erweiterung der IT-Ausstattung in der HS Bodenteich, der Gervasius-Realschule Ebstorf, der Pestalozzi-Schule Uelzen, der Haupt- und Realschule Rosche einschließlich der Außenstelle in Suhlendorf, der BBS I Uelzen, der BBS II Georgsanstalt in Ebstorf sowie der KGS Fritz-Reuter-Schule Bad Bevensen zu Buche.

    Zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 startete an der Haupt- und Realschule Hardautalschule in Suderburg sowie an der Erich Kästner Schule in Suhlendorf jeweils eine Notebook-Klasse. Die Laptops wurden zwar von Eltern oder Sponsoren finanziert, jedoch stellte der Landkreis als Schulträger für rund 11.000 Euro die erforderliche Infrastruktur wie Beamer, interaktive Tafel oder passende Möbel zur Verfügung.

    Wie schon in den Vorjahren, so mussten auch 2007 rund 120 Bußgeldverfahren gegen notorische Schwänzer eingeleitet werden, die ihrer Schulpflicht nicht nachkamen. Um dem häufigen „Blaumachen“ einen Riegel vorzuschieben, kann das Amt auf Antrag der Schule gegen Schüler ab 14 Jahren ein Bußgeld bis zu 1.000 Euro verhängen. „Wir greifen nicht gern zu dieser Maßnahme“, stellt  Kerstin Hagelstein klar. „Im Vorfeld sind meist bereits viele Gespräche und andere Lösungsversuche gescheitert. Das Bußgeld soll ein Druckmittel sein, um die Schüler wieder zur Teilnahme am Unterricht zu bewegen!“ Schule schwänzen sei kein Kavaliersdelikt, betont Hagelstein, sondern vielmehr ein Grund dafür, dass Jugendliche immer öfter die Schule ohne Abschluss verließen - bundesweit rund 80.000 im Jahr.

    Da das Schul- und Kulturamt auch für die Schülerbeförderung zuständig ist, wurde ihm vor einigen Jahren der gesamte ÖPNV-Bereich zugeteilt. Als erfreulich wertete Hagelstein vor diesem Hintergrund, dass der Landkreis aus den sog. „Regionalisierungsmitteln“ seit 2005 jährlich ca. 450.000 Euro für Projekte ausgeben konnte, die der Verbesserung des Angebots im öffentlichen Personennahverkehr dienten. Im vergangenen Jahr wurde aus diesen Mitteln, die aus den Mineralölsteuereinnahmen des Bundes stammen, unter anderem der „Entdeckerbus“ finanziert.

    Auch die Sportförderung ist im Schul- und Kulturamt angesiedelt. Ein Großteil der hierfür im Verwaltungshaushalt veranschlagten 140.000 Euro fließt in die Jugendförderung. „Wir unterstützen die Vereine mit sieben Euro pro jugendlichem Mitglied“, berichtet Hagelstein. Mit der restlichen Summe werden der Einsatz von Übungsleitern oder Veranstaltungen wie Kreiskinderturnfest oder Sportehrentag finanziert. Erstmals wurden 2007 auf dem vom Landkreis und Kreissportbund ausgerichteten Sportehrentag eine Sportlerin, ein Sportler und eine Mannschaft des Jahres geehrt, die bei einer Umfrageaktion der Allgemeinen Zeitung ermittelt worden waren.

    Mit jährlich etwa einer halben Million Euro werden zudem die kulturellen Einrichtungen im Landkreis gefördert. Dazu gehören neben den Museen beispielsweise die Musikschule, die Kreisvolkshochschule oder die Kulturkreise. Die Gründung der Bürgerstiftung, so freute sich Hagelstein, sichere die finanzielle Unterstützung in diesem Bereich auch in Zukunft.

    Darüber hinaus verfolgt das Amt weiterhin Kooperationsprojekte mit den Nachbarlandkreisen, z.B. das Zentrum für Ehrenamt und Weiterbildung im Alter. Der Bildungsverbund Nordost-Niedersachsen startete bereits im Frühjahr. Die Geschäftsstelle hat in Lüneburg ihre Arbeit aufgenommen und soll langfristig alle Einrichtungen und Initiativen vernetzen, die in der Großregion im Bereich von Bildung und Qualifizierung tätig sind. Der Verbund soll Anbieter und Nutzer beraten und die inhaltliche Abstimmung von Bildungsmaßnahmen koordinieren.