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    "Sperrmüllabfuhr kein Freifahrtschein zur allgemeinen Müllentsorgung" (01.10.2013)

    Zurzeit sind in Uelzen wieder die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes (awb) unterwegs, um kostenfrei Sperrmüll einzusammeln und abzufahren. Dabei ist es laut Kreissprecher Martin Theine in einigen Bereichen erneut zu erheblichen Schwierigkeiten gekommen. Insbesondere deshalb, weil sich neben Sperrmüll häufig auch anderweitige Abfälle hätten finden lassen, die nicht im Rahmen der Sperrmüllabfuhr entsorgt werden können und dürfen.

    Der Abfallwirtschaftsbetrieb weist darauf hin, dass bei der Sperrmüllabfuhr Regeln zu beachten sind„Die Sperrmüllabfuhr ist kein Freifahrtschein zur allgemeinen Müllentsorgung“, so Theine weiter. Wer sich nicht an die entsprechenden Regeln halte, trage auf diese Weise mit dazu bei, dass Abfälle teilweise wochenlang weit verstreut herumliegen und ganze Straßenzüge vermüllen. Aus diesem Grunde sei eine unsachgemäße Abfallbeseitigung strafbar und könne im Einzelfall auch mit hohen Bußgeldern bestraft werden.

    Deshalb macht der awb nochmals unmissverständlich darauf aufmerksam, dass bestimmte Abfälle nicht zum Sperrmüll zählen und deshalb auch nicht im Rahmen einer solchen Abfuhr entsorgt werden. Zu diesen Abfällen zählt insbesondere:

    • Hausmüll in Säcken, Kisten, Kartons u.ä. gefüllt;

    • Schwere Gegenstände, die mehr als 75 kg wiegen oder größer als 2,20 m x 1,50 m x 0,75 m sind. Hierzu zählen auch schwere Schränke und Kommoden, deren Schubladen gefüllt sind oder deren Türen abgeschlossen sind;

    • Baustellenabfälle, die bei Bau- und Renovierungsarbeiten anfallen wie Türen, Türrahmen, Fenster, Vertäfelung, Teppichleisten, Farbeimer, WC-Becken, Waschbecken, Fliesen und Scherben, mineralische Abfälle Balken, Eisen, Zäune aller Art, Rollen mit Stacheldraht und Maschendraht u.ä;

    • Fahrzeuge und Fahrzeugteile, einschl. Reifen, Autositze, Batterien, Ölkanister etc.;

    • Baum- und Strauchschnitt; 

    • Elektrogeräte  jeder Art wie Fernseher, Monitor, Waschmaschine, Geschirrspüler, Staubsauger, Computer, Laser- und Tintenstrahldrucker, Ölradiatoren, Elektrokleingeräte u.ä.;

    • Sonderabfälle und Schadstoffe

    Zum Sperrmüll gehören dagegen alle sperrigen, transportablen Einrichtungsgegenstände aus dem Wohnbereich eines Privathaushaltes, die selbst nach einer zumutbaren Zerkleinerung wegen ihrer Sperrigkeit nicht in die Abfallbehälter passen. Dazu gehört Mobiliar wie Sofas, Sessel, Stühle, Schränke, Tische, Betten, Matratzen, Lattenroste, Regale, Koffer, Teppiche und andere Fußbodenbeläge.

    Bei der Sperrmüllabfuhr werden zunächst alle Holzteile getrennt gesammelt und abgefahren. Anschließend wird der restliche Sperrmüll abgefahren. Deshalb bittet der awb darum, Holzteile vom übrigen Sperrmüll zu trennen.

    Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung sind erhältlich bei der Abfallberatung unter der kostenlosen Service-Nummer 800 2920800 oder unter der Rufnummer 0581/9482-3316.