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    Tag der Zahngesundheit: Gesundheitsamt zu Gast in der Grundschule Breselenz (17.09.2014)

    Anlässlich des „Tages der Zahngesundheit“ präsentiert das „Team Zahngesundheit“ des Gesundheitsamtes Uelzen/Lüchow-Dannenberg am Donnerstag, 25. September 2014, ab 8 Uhr in der Grundschule Breselenz ein buntes Programm zu den Themen Ernährung und Zahnpflege. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Bilderbuchkino, ein „Kariestunnel“, das immer wieder beliebte Kinderschminken, eine Wurfwand, ein Computerspiel, so genannte Fühlkisten und als Höhepunkt die „Lukas“-Show. Außerdem wird gezeigt, wie Zahnpasta selbst hergestellt werden kann.

    Jugendzahnarzt Dr. Detlev Preuß und Zahnärzte aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg beantworten am Info-Tisch Fragen rund um die Zahngesundheit. Auch Kinder des Spielkreises in Breselenz nehmen am Programm teil. Weitere Infos zum „Tag der Zahngesundheit“ und zur Veranstaltung in der Grundschule Breselenz sind erhältlich bei Dr. Preuß unter der Rufnummer 0581/82464 oder unter der E-Mail-Adresse d.preuss@gesundheitsamt-ue-dan.de.  

    Kernthema des diesjährigen „Tages der Zahngesundheit“, der alljährlich und bundesweit rund um den 25. September begangen wird, ist der Begriff „Fürsorge“. Kinder brauchen in den ersten Lebensjahren sehr viel Zuwendung sowie verantwortungsvolle und informierte Eltern, die auf die Gesundheit ihrer Kinder achten, auch auf die Gesundheit der Milch- und bleibenden Zähne.

    Eigene Untersuchungen in den Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg aus dem Schuljahr 2013/14 belegen, dass sich die große Mehrheit (über 70 Prozent) der Eltern  verantwortungsbewusst um die Gesundheit ihrer Kinder kümmern. Aber es werden auch Auswirkungen von Vernachlässigungen auf die (Mund-) Gesundheit von Kindern registriert.                                                                                     
    Kinder bleiben sich selbst überlassen, weil Eltern glauben, um Milchzähne müsse man sich nicht kümmern, das Kleinkind könne sich die Zähne schon alleine putzen oder im Krippenalter brauchen keine Zähne geputzt werden und keine zahnärztlichen Kontrollen stattfinden. Neben Unwissen ist es oft auch Überforderung, die Eltern davon abhält, sich diesbezüglich um ihre Kinder zu kümmern.

    Ungefähr ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in beiden Landkreisen tragen drei Viertel der gesamten Karieslast.  Die Kariesrate bei Familien mit schwierigem sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund ist deutlich höher als in so genannten Durchschnittsfamilien. Stark vernachlässigte Kinderzähne deuten auf einen Mangel an Zuwendung hin.

    Im Rahmen des „Tages der Zahngesundheit“ sollen deshalb auch Netzwerke für die Eltern aufgezeigt werden. So arbeiten Zahnärzte, Kinderärzte, Krankenkassen, Hebammen und Familienhilfen immer enger zusammen, um die Eltern dabei zu unterstützen, ihrer Verantwortung besser nachkommen zu können.

    Auch die Gesundheitserziehung in den Schulen und Kindergärten ist sehr wichtig. Hier haben sich in den vergangenen Jahren die Pädagoginnen und Pädagogen in der Grundschule Breselenz sehr um die Zahngesundheit der ihnen anvertrauten Kinder bemüht, inklusive regelmäßigem Zähneputzen und  wöchentlichem gesunden Schulfrühstück.

    „Aber“, so Dr. Preuß, „auch das andere Ende der Altersskala braucht Betreuungskonzepte.“                Betroffen seien nicht selten auch pflegebedürftige Senioren und Menschen mit Behinderungen. „Hier haben der zahnärztliche Dienst und die Heimaufsicht des Gesundheitsamtes Uelzen Lüchow-Dannenberg mit ihrem Schulungsprogramm für Pflegekräfte und Pflegedienstleitungen von Seniorenheimen sogar bundesweit eine Vorreiterrolle übernommen“, so Dr. Preuß.