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    Uelzener Hafen: Ausbaggerung des Wendebeckens hat begonnen (16.09.2015)

    Um den Uelzener Hafen, der sich im vergangenen Jahr mit einem Umschlag von fast 414.000 Tonnen zum Umschlagsplatz Nummer 1 am Elbe-Seitenkanal entwickelt hat, als bedeutenden Wirtschaftsstandort zu sichern, wird zurzeit das Wendebecken des Hafens ausgebaggert. Die Arbeiten haben vor knapp einer Woche begonnen und werden voraussichtlich insgesamt sechs Wochen andauern. Mit einem Investitionsvolumen von rund 700.000 Euro wird die Maßnahme um rund 500.000 Euro günstiger als ursprünglich geschätzt. Der Landkreis Uelzen ist Träger des Hafens und finanziert das Projekt.   

    Die Arbeiten im Wendebecken des Uelzener Hafens haben begonnenAusgebaggert werden ca. 20.000 Kubikmeter Boden. Dabei handelt es sich um Ablagerungen, die über mehrere Jahre durch Wind in den Kanal getragen wurden und die Wassertiefe im Bereich des Wendebeckens inzwischen auf rund 2,50 verringert haben. Im Uferbereich des Beckens beträgt die Wassertiefe nur noch ca. einen Meter. Beladene Schiffe haben jedoch  einen Tiefgang von bis zu 2,80 Meter und drohten deshalb, dort auf Grund zu laufen.

    Im Bereich der Fahrrinne des Kanals kommt es zu deutlich geringeren Ablagerungen, da die Einträge durch den Schiffsverkehr immer wieder aufgewirbelt werden. „Das Wendebecken stellt hier sozusagen einen verkehrsberuhigten Bereich dar, in dem sich die Bodenteilchen absetzen können“, so Kreissprecher Martin Theine. Mit der Zeit würden die Ablagerungen zu einer festen Masse, die dann den Schiffen Probleme bereiten könnten.

    Die ausgebaggerten Ablagerungen werden regelmäßig beprobt und auf eventuelle Schadstoffe hin untersucht, um den richtigen Entsorgungsweg zu gewährleisten. Ausgeführt werden die Arbeiten durch das Unternehmen „Huelskens Wasserbau GmbH & Co. KG“ aus Wesel.

    Unterstützt und begleitet werden die Arbeiten durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen. Auch, um mögliche Einschränkungen für den Schiffsverkehr im Rahmen zu halten. Gänzlich ausgeschlossen werden können Behinderungen aber nicht. „Bei Baumaßnahmen auf und am Elbe-Seitenkanal kann es immer zu vorübergehenden Behinderungen des Schiffsverkehrs kommen. Insbesondere zu Beginn der Maßnahme, da dann die zu beladenen Schuten noch in oder sehr nah der Fahrrinne liegen“, so Theine. Eine Vollsperrung des Kanals sei dagegen sehr unwahrscheinlich. Schiffe sollen die Baustelle auch zu Beginn der Maßnahme zumindest „einspurig“ passieren können.