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    Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Goldene Ehrennadel für Walter Manicke (07.10.2015)

    Um die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge angemessen zu würdigen und gleichzeitig einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, hat der Uelzener Kreisverband vor wenigen Tagen im Rathaus erstmals ein öffentliches Forum durchgeführt.

    Referenten und Geehrte: Dr. Henning Pieper (v.l.), Elke Twesten, Wolfgang Ahrens, Uwe Beeken, Gabriele Diedrich, Walter Manicke, Landrat Dr. Heiko Blume und Matthias RügerAls Vorsitzender des Uelzener Kreisverbandes konnte Landrat Dr. Heiko Blume nicht nur rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Ratssaal des Rathauses begrüßen, sondern auch die stellvertretende Landesvorsitzende des Volksbundes Elke Twesten (MdL) sowie Dr. Henning Pieper, Schul- und Bildungsreferent des Bezirksverbandes Lüneburg/Stade.     

    Der Landrat verwies in seiner kurzen Begrüßungsansprache auf die aktuelle weltweite Kriegs- und Krisensituation, die Millionen von Flüchtlingen zur Folge habe, und schlug dann den Bogen zur Arbeit des Volksbundes, die für ihn Friedensarbeit im besten Sinne darstelle. Deshalb sei diese Arbeit heute wichtiger denn je. Blume dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich allen haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern für deren Engagement.

    Anschließend gab der Landrat einen kurzen Einblick in konkrete Aktionen und Projekte des Kreisverbandes Uelzen. Dazu zähle insbesondere die Aufstellung einer Geschichts- und Erinnerungstafel auf der Fläche der Gedenkstätte Veerßen, an dem eine Klasse der Theodor-Heuss-Realschule maßgeblich mitgewirkt habe. Generell, so Blume, stehe die Zusammenarbeit  mit örtlichen Schulen im Vordergrund der Arbeit des Kreisverbandes. Als Beispiele nannte er Projekt- und Studienfahrten mit Schülerinnen und Schülern sowie Ausstellungen, die durch  Schülerinnen und Schüler besucht worden seien. Auch die Haus- und Straßensammlung und die Organisation des Volkstrauertages sei wesentlich unter Beteiligung der Schulen abgelaufen.

    Walter Manicke wurde durch Landrat Dr. Heiko Blume mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die der Volksbund zu vergeben hat - der Goldenen EhrennadelAuch Elke Twesten hob ihrerseits die aktuelle Bedeutung des Volksbundes hervor: „Immer weniger Menschen sind von den Geschehnissen der beiden Weltkriege noch direkt betroffen. Umso wichtiger ist das gemeinsame Gedenken über Ländergrenzen hinweg und in diesem Zusammenhang umso größer die Bedeutung von Kriegsgräberstätten als Lernstätten“, so die stellvertretende Landesvorsitzende. „Solche Stätten mahnen uns, dass Rassismus nie wieder eine Chance haben darf“, sagte Twesten. Aufgabe des Volksbundes sei es deshalb auch, falschen Nationalismus mit all seinen Ausprägungen zu verhindern.

    Mit Interesse lauschten die Anwesenden anschließend den Ausführungen des Schul- und Bildungsreferenten des Bezirksverbandes Lüneburg/Stade Dr. Henning Pieper. Anhand eines Bildervortrages präsentierte der Historiker sehr anschaulich Projekte und Aktionen, die er unter anderem mit Uelzener Schülerinnen und Schülern durchgeführt hat bzw. zurzeit plant.

    Abschließend überreichte Landrat Blume besonders verdienten Unterstützern und Mitgliedern des Uelzener Kreisverbandes verschiedene Auszeichnungen. Mit der höchsten Auszeichnung, die der Volksbund vergibt, wurde Walter Manicke geehrt. Er erhielt die Goldene Ehrennadel für seine langjährige Organisation und aktive Teilnahme an der Haus- und Straßensammlung in Römstedt. Die Silberne Ehrennadel erhielt Wolfgang Ahrens, ebenfalls langjähriger Organisator von Schülersammlungen und als ehemaliger Lehrer federführend bei der Verwirklichung der Geschichts- und Erinnerungstafel in Veerßen. Eine Ehrennadel erhielten für ihr Engagement darüber hinaus Uwe Beeken sowie Klaus Gehrke, der nicht persönlich anwesend sein konnte und durch die Schulleiterin des Herzog-Ernst-Gymnasiums Gabriele Diedrich vertreten wurde.

    Mit einem Blumenpräsent bedankte sich der Landrat darüber hinaus bei Matthias Rüger für dessen sehr mehrjährige engagierte Arbeit als Geschäftsführer des Uelzener Kreisverbandes. Rüger scheidet aus beruflichen Gründen in Kürze aus diesem Amt aus.