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Jugendaustauschprogramm: Junge Franzosen machen sich auf große Zeitreise (30.08.2017)

„Zeitreise“, so lautete in diesem Jahr das Motto verschiedenster Aktivitäten und Ausflüge, die mehr als 40 Jugendliche aus dem Partnerland Frankreich und ihre Begleiter im Rahmen des deutsch-französischen Austauschprogramms der Jugendpflege des Landkreises Uelzen kürzlich während eines einwöchigen Besuches in Deutschland unternommen haben.

Eine Paddeltour im Einbaum war für viele einer der absoluten HöhepunkteÜberschwängliche Wiedersehensfreude, aber auch zögerliche erste Begrüßungen in freudig gespannter Stimmung prägten zunächst die Ankunft der insgesamt 41 französischen Jugendlichen. Für den größeren Teil der Gruppe ist es der Gegenbesuch zur Frankreichfahrt der hiesigen Jugendlichen während der diesjährigen Osterferien.

Unter den Begleitern dieses Mal auch  Emilie Sucheyre, die Vorsitzende des französischen Komitees „Europe Echange“ („Europa Austausch“), die selbst Teilnehmerin dieses Jugendaustausches war und jetzt wie zuvor ihre Mutter Françoise die Zusammentreffen von französischer Seite aus organisiert.

Nach der ersten Nacht in den Gastfamilien begann der erste Programmtag – traditionell im Dorfgemeinschaftshaus in Steddorf – unter anderem mit einer gemeinsamen Bastelarbeit. Als Einstieg in das Thema „Zeitreise“ bastelten die Jugendlichen im Rückblick auf vergangene Zeiten zwei optische Geräte, die an längst vergessene Technik erinnern sollten.

Nach dieser sehr vergnüglichen „Aufwärmphase“ gab´s dann thematisch schwerere Kost. Die Jugendlichen wurden mit Filmen über die Teilung Deutschlands und die Grenzanlagen eingestimmt auf  Erfahrungsberichte einer ehemaligen  „DDR-Bürgerin“, die zwei Jahre vor dem Mauerfall mit ihrer Familie einen Ausreiseantrag stellte, und Berichten westdeutscher Freunde, die die Geschichte Deutschlands von der anderen Seite des „Eisernen Vorhangs“ erlebten.

Im Archäologischen Zentrum Hitzacker durfte selbst auf Steinen gemahlenes Mehl zu kleinen Broten verarbeitet werdenIm weiteren Verlauf der Woche führte die Zeitreise die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann zurück bis in die Bronzezeit. Im archäologischen Zentrum Hitzacker erfuhren die Zeitreisenden, wie durch archäologische Funde Modelle der Wohnverhältnisse jener Zeit entwickelt wurden, welche Tiere, Pflanzen und Werkzeuge genutzt wurden und wie Feuer entfacht wurde. Und zum Abschluss durfte sogar selbst mühsam auf Steinen gemahlenes Mehl zu kleinen Broten verarbeitet werden. Die Einbaumfahrt aber war für viele der Höhepunkt des Ausfluges.

Während einer Stippvisite in Lüneburg entführte ein Hofnarr die Gruppe auf eine Zeitreise durch die Stadt. Ergänzend erfuhren die Jugendlichen von den Ursprüngen auf dem Kalkberg und konnten das Rathaus mit dem Prunk des Mittelalters bis zu Renaissance bestaunen.

Darauf folgte wieder eine Rückkehr in die jüngere Vergangenheit. Und zwar mit einer Besichtigungstour der Grenzanlagen der DDR in Marienborn bei Helmstedt.

In Hamburg dann der Blick in die Zukunft: „Food Revolution 5.0“ – so der Titel einer Ausstellung im dortigen Museum für Kunst und Gewerbe, die sich mit der Frage beschäftigt „Was essen wir morgen?“. Designer sind dieser Thematik nachgegangen, decken Probleme auf und entwickeln Lösungsansätze für das „Was?“, aber auch das „Wie?“. So wird im Rahmen der Ausstellung spekuliert, wie ökonomischer zu produzierende Eiweißlieferanten wie Algen oder Insekten zuzubereiten sind, damit sie als Nahrungsmittel einsetzbar sind.

Während eines gemeinsamen Abends der Austauschfamilien stand sogar das Büffet unter dem Motto „Zeitreise“. So durften sich die Teilnehmer nicht nur auf Wildschweinbraten freuen, sondern auch auf Speisen, die die Eltern als Kinder gerne gegessen haben – und die sie im Vorfeld entsprechend vorbereitet hatten. Dazu bereiten die Jugendlichen eine Gemüsesuppe nach alt hergebrachter Weise zu – über offenem Feuer.

Aber auch Programmpunkte ohne historischen Bezug durften die Jugendlichen genießen. So standen unter anderem ein Schwimmbadbesuch, Freizeiten in der Stadt und ein Schulbesuch am letzten Besuchstag auf der Tagesordnung.

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