• Auszug - Bereisung des Bornbachtales mit Besichtigung des Umfluters in Neumühle und Sedimenteinträgen im Bornbach; im Anschluss Einkehr in die Gaststätte "Alt Wieren" in Wieren zur Fortführung der Tagesordnung  

    Sitzung des Umweltausschusses
    TOP: Ö 6
    Gremium: Umweltausschuss Beschlussart: (offen)
    Datum: Do, 02.06.2016    
    Zeit: 14:00 - 17:45 Anlass: Sitzung
     
    Wortprotokoll

    Erster Anlaufpunkt der Exkursion ist der Bornbachumfluter bei Neumühle. Herr Krüger erläutert kurz die Schwierigkeiten des Projektes, die sich aufgrund der erforderlichen Abtrennung des Mühlenumfluters vom Bachlauf ergeben haben, sowie die Eckpunkte der Realisierung.

    Durch die geringen Abflüsse des Bornbaches konnte nach Erstellen des Umfluters nicht mehr genügend Wasser für den Betrieb der Mühle zur Verfügung gestellt werden. Allerdings ist das Projekt einzigartig im Landkreis, da mit Errichtung des Umfluters der Gewässeranstau aufgehoben wurde, so dass der Bornbach an der Mühle für die Fische und auch für die Fischnährtiere wieder passierbar geworden ist.

     

    Der Bauablauf des Projektes wird von Frau Boick erläutert. Insbesondere wird auf die große Sandmobilisation durch das Projekt mit dem gezielten Rückhalt des Sandes sowie der gezielten Entnahme über einen Sandfang am Beginn des Umfluters hingewiesen. Dieser Sandfang soll dazu dienen, dass der insbesondere der Sand aus dem ehemaligen Staubereich  gezielt gesammelt und regelmäßig entnommen wird . Ein Rückbau des Sandfanges soll erst erfolgen, wenn der Sandeintrag zurückgegangen ist.

     

    Der zweite Anlaufpunkt ist der Sandfang im Bornbach weiter oberhalb Neumühle. Dieser Sandfang wurde 1996 im Zusammenhang mit der Renaturierung des Bornbaches und der Beseitigung der ehemaligen Buurmannschen Fischzuchtanlage errichtet. Das dieser Sandfang noch immer seinen Zweck erfüllt, ist deutlich an der großen Sandablagerungsmenge neben diesem zu erkennen. Durch diesen Sandfang wird das noch immer bestehende Problem des Bornbaches deutlich: Eine sehr große Sandmobilisation, die quasi aus dem Quellgebiet des Baches stammt.

    Außerdem wird auf ein Projekt der ehemaligen Gemeinde Stadensen hingewiesen, bei dem durch ein gezieltes Ableiten des vom Waldweg abfließenden Niederschlagswassers in einen Teich neben den Bornbach der Sandeintrag in den Bach selbst verhindert werden soll.

     

    Der dritte Halt im Bornbachtal erfolgt an der Brücke oberhalb der Fläches des Landes Niedersachsen (bzw. oberhalb des Geländes der ehemaligen Buurmannschen Fischzuchtanlage). Ein deutlicher Sandtrieb auf der Sohle des Bornbaches ist zu erkennen. In diesem Zusammenhang wird auf die durch das Umweltamt veranlasste Sandfrachtenstudie hingewiesen, die insbesondere den linken Quellarm des Bornbachesals Hauptursache für die Sanddrift ausweist. Eine Lösung des Problems konnte aufgrund des fehlenden Einverständnisses der Flächeneigentümer bisher nicht realisiert werden.