Mit Schreiben vom 05.04.2023 hat die Gruppe GRÜNE/LINKE den als Anlage beigefügten Antrag „Photovoltaik auf Dächern der in der Planung befindlichen Sporthalle am Lessing-Gymnasium“ gestellt. Mit Beschluss des Kreistages am 25.04.2023 wurde dieser Antrag zur Vorberatung in den Ausschuss für Planung, Hoch- und Straßenbau verwiesen.
Hierzu wird wie folgt ausgeführt: Im Rahmen des Neubaus der Sporthalle LEG-Nord werden auch im Hinblick auf erwartete/absehbare gesetzliche Vorgaben hinsichtlich einer gesteigerten Loslösung von fossilen Energieträgern auch im Nichtwohngebäudebereich sowohl Gebäudestatik als auch anlagentechnischer Installationen so beplant, dass grundsätzlich die gesamte zur Verfügung stehende Dachfläche mit PV-Modulen belegt werden kann. Die maximal mögliche Ausbaustufe wird dabei u.a. technisch von dem versorgerseitig in der Örtlichkeit bereitgestellten Hausanschlussmöglichkeiten beschränkt und ist im Übrigen auch im Netzverbund mit der auf der bereits sanierten Sporthalle LEG-Süd betriebenen PV-Anlage (51 kWp) sowie der auf dem Gebäude der Hansestadt geplanten PV-Anlage (zunächst 10 kWp) zu betrachten. Die nähere Ermittlung bleibt der Ausführungsplanung vorbehalten, zunächst wird mit einer PV-Anlage mit einer Leistung von 10 kWp geplant.
Das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg wird zu dem Antrag der Gruppe GRÜNE/LINKE im Übrigen im Ausschuss für Planung, Hoch- und Straßenbau berichten.
Die Verwaltung empfiehlt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch – auch im Hinblick auf die bekannt anspruchsvolle Zeitschiene zur Gesamtprojektumsetzung der LEG-Sportanlage – zum ggw. Zeitpunkt das Genehmigungs- und Prüfverfahren beim Fördermittelgeber nicht mit disponiblen Planungsänderungen zusätzlich zu belasten.
Das Gebäudemanagement hat im Ausschuss für Planung, Hoch- und Straßenbau am 20.06.2023 in technischer, finanzieller und zeitlicher Hinsicht Stellung genommen. Im Rahmen der derzeitigen Projektierung der Sporthalle LEG-Nord ist zunächst eine PV-Anlage mit 10 kWp vorgesehen, die spätere Erweiterung bis zu einem Vollausbau grundsätzlich jederzeit möglich, bereits bestehende PV-Installationen auf anderen Dächern des Gesamtkomplexes begrenzen jedoch die Leistungsabgabe in das Stromnetz. Das Investitionsvolumen wird auf rd. 0,5 Mio. Euro für einen Vollausbau abgeschätzt, die Armortisationszeit liegt bei Eigenstromabnahme mit Überschusseinspeisung derzeit bei deutlich über 30 Jahren. Vor diesem Hintergrund hat sich der Ausschuss mehrheitlich dafür ausgesprochen, vor einer etwaigen Diskussion über einer Maßnahmenumsetzung zunächst die Frage klären zu lassen, inwieweit überschüssiger Strom zur Versorgung auch des angrenzenden Schulkomplexes verwendet werden kann und entsprechend Beschlussempfehlung abgegeben. Das Gebäudemanagement hat erklärt, eine kursorische Betrachtung nicht vor dem 1. Quartal 2024 leisten zu können.