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„Gesund älter werden im Landkreis Uelzen“: Konferenz vernetzt Akteure (17.06.2024)

v.l.: Landkreis-Mitarbeiterin und Organisatorin Britta Ginkowski, Landrat Dr. Heiko Blume, Gabriele Mertens-Zündorf, Sozialdezernentin Stephanie Buntrock und Dr. Birte Gebhardt „Gesund älter werden im Landkreis Uelzen“ – mit der Themensetzung der inzwischen siebten Gesundheitskonferenz hat der Landkreis Uelzen offensichtlich einmal mehr den Nerv der Menschen getroffen. 

„Das Thema gesund älter werden betrifft uns alle. Gerade bei uns auf dem Land mit einer dünnen Besiedlung und der Bewältigung weitläufiger Strecken führt dies zu ganz besonderen Herausforderungen“, so Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume in seiner Begrüßung. Im Rahmen der Konferenz solle deshalb genauer geschaut werden, welche Angebote für ein gesundes Älterwerden im Landkreis existieren und in welchen Bereichen noch Bedarf bestehe. Dabei gehe es letztlich auch um einen respektvollen Umgang miteinander beziehungsweise darum, die Generationen miteinander zu verbinden, so der Landrat.

Den Ansatz, im Rahmen der Konferenz die regionalen Anforderungen aufzugreifen und individuell angepasste Lösungen zu erarbeiten, betonte auch Dr. Birte Gebhardt vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. In diesem Zusammenhang dankte sie dem im Landkreis Uelzen breit aufgestellten Netzwerk der hiesigen „Gesundheitsregion“, zu dem z. B. Krankenhäuser, Krankenkassen, die Ostfalia Hochschule und der Kreissportbund zählen.

„Wohlbefinden älterer Menschen im Landkreis fördern – aber wie?“ Der Kernfrage der Konferenz näherte sich anschließend Gabriele Mertens-Zündorf von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation e.V. im Rahmen ihres Impulsvortrages.

 
Dabei nannte sie mehrere Zielmarken, an denen es in Abhängigkeit der örtlichen Gegebenheiten zu arbeiten gelte. Grundsätzlich gehe es darum, das Bewusstsein für mehr Gesundheitsförderung im Alter bei allen gesellschaftlichen Gruppen zu stärken. Außerdem gehe es darum, Bedarfe zu erkennen, entsprechende Kooperationen zwischen Kommunen, Politik, Zivilgesellschaft und der Wirtschaft sicherzustellen, Prozesse zu koordinieren sowie konkrete Maßnahmen und Angebote zu entwickeln und umzusetzen – und zwar gemeinsam mit der entsprechenden Zielgruppe. 

Basierend auf diesen Zielmarken diskutierten die Teilnehmenden anschließend in drei parallel stattfindenden Workshops, welche konkreten Maßnahmen und Projekte daraus für den Landkreis Uelzen abgeleitet werden können. 

Wie abschließend Stephanie Buntrock, Sozialdezernentin des Landkreises, allen Konferenz-Teilnehmenden berichtete, entstanden dabei nach zum Teil lebhaften Diskussionen zahlreiche Ideen, die sie stichwortartig vorstellte. Diese sollen konkret im Detail ausgearbeitet und nach Möglichkeit in die Praxis umgesetzt werden.            

Dazu zählt zum Beispiel die Festanstellung einer/eines Gesundheitslotsin/-lotsen, die Etablierung ehrenamtlicher Gesundheitslotsinnen und –lotsen als niedrigschwellige Vermittler und Ansprechpartner auf Gemeindeebene und die Schaffung neuer Zugangswege, um auch isoliert lebende Personen erreichen zu können. Auch zum Thema „Sensibilisierung zum Übergang vom Beruf in den Ruhestand“ gab es bereits erste konkrete Ideen. Dazu zählt zum Beispiel die Einrichtung eines betrieblichen Übergangsmanagements oder die Schaffung von Zusammenschlüssen, in denen sich die Zielgruppe austauschen kann. Und auch aus dem dritten Workshop, in dem es insbesondere um Bewegungsförderung für ältere Menschen ging, konnte Buntrock über konkrete Arbeitsergebnisse berichten. 

Die vollständige Tagungsdokumentation inklusive aller Ergebnisse soll bis spätestens Ende Juli 2024 erstellt und über die Homepage des Landkreises Uelzen abrufbar sein.