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    Referentin ruft Schulen und Kitas zur Teilnahme an Forschungsprojekten auf (10.04.2019)

    Der Vortrag zur Bedeutung digitaler Medien für junge Geflüchtete im Ratssaal der Hansestadt Uelzen ist auf große Resonanz sowohl bei pädagogischen Fachkräften als auch bei Bürgerinnen und Bürgern gestoßen. Die Idee zu der Veranstaltung war aus der der letztjährigen Bildungskonferenz „Bildung digital“ der Bildungsregion Uelzen hervorgegangen. Organisiert wurde die kostenlose Folgeveranstaltung in Kooperation zwischen dem Bildungsbüro und der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises Uelzen sowie der Anlaufstelle Migration und Integration der Hansestadt Uelzen.
     
    Vortrags-Referentin Prof. Dr. Henrike Friedrichs-Liesenkötter, Juniorprofessorin für Bildung mit digitalen Medien an der Leuphana Universität Lüneburg, stellte fest, dass digitale Medien in den Lebenswelten von Geflüchteten einerseits unterstützend wirken. Sie erleichterten den Alltag in einem neuen Umfeld, fungierten als Bindeglied zu bürgerschaftlich Engagierten und stärkten in medienpädagogischen Projekten Verständigungs- und Partizipationsmöglichkeiten sowie die Medienkompetenz der jungen Menschen. Andererseits aber transportierten digitale Medien belastende Ereignisse unmittelbar nach Deutschland und schürten auf diese Weise Sorgen bei den Geflüchteten. Aus diesem Grund könnten digitale Medien für hiesige Pädagoginnen und Pädagogen gleichermaßen positive wie negative Bedeutung haben – zum Beispiel bei der Erlaubnis, Smartphones im Unterricht zu erlauben.
     
    Als Ausblick stellte die Referentin zwei neue Forschungsprojekte der Leuphana Universität vor. Weiterführende Schulen aus dem Landkreis Uelzen seien aufgerufen, an einer neuen Studie mit dem Thema „Gelingensbedingungen für die Teilhabe Geflüchteter im Kontext digitalisierter Bildungsarrangements“ teilzunehmen.

    Auch Kitas hätten die Möglichkeit an einer neuen Studie teilzunehmen. Dort gehe es um Bedingungen des Vertrauensaufbaus geflüchteter Eltern bis zu fünfjähriger Kinder gegenüber frühpädagogischen Angeboten. Interessierte Institutionen können sich an das Bildungsbüro des Landkreises Uelzen wenden.