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    Familienfreundlichkeit: Landkreisverwaltung kann hohen Qualitätsstandard nochmals steigern (28.05.2019)

    „Attraktive Arbeitsbedingungen vorzuhalten, ist in heutiger Zeit wichtiger denn je. Und das gilt in besonderer Weise im Hinblick auf familienfreundliche Bedingungen.“ Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume zeigte sich anlässlich der erneuten – inzwischen bereits der vierten – Verleihung des Familiensiegels an den Landkreis Uelzen hocherfreut. Für einen öffentlichen Arbeitgeber mit mehr als 450 Beschäftigten, der bei der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte zunehmend im Wettstreit mit anderen potenziellen Arbeitgebern stehe, sei diese Auszeichnung sehr wichtig.

    Über das durch Brigitte Kaminski (3.v.l.) und Nele Uhl (3.v.r.) verliehende Familiensiegel freuen sich (v..l.) Ulf Frohloff, Kerstin Kösel, Landrat Dr. Heiko Blume, Uwe Liestmann und Vanessa BoetschAls erste Kreisverwaltung in Nordost-Niedersachsen waren entsprechende Bemühungen des Landkreises bereits im Jahr 2010 mit dem „Familiensiegel“ gewürdigt worden. Seitdem ist es dem Landkreis gelungen, die hohen Qualitätsstandards hinsichtlich der Familienfreundlichkeit stetig weiter zu verbessern – was letztlich auch zu der erneuten Verleihung des Familiensiegels geführt hat, wie Brigitte Kaminski und Nele Uhl von der „Gemeinschaftsinitiative Familiensiegel“ während der Auszeichnung hervorhoben.

    Der Landkreis habe nachweisen können, so Kaminski, dass er sich mit dem Erreichten nicht zufriedengegeben, sondern seit der letzten Verleihung des Siegels im Jahr 2016 zusätzliche Möglichkeiten geschaffen habe, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern. Dazu zählten insbesondere neue Maßnahmen zur Förderung von Telearbeit – also der Möglichkeit, Dienstgeschäften von Zuhause aus nachzugehen. In diesem Bereich, so Erster Kreisrat Uwe Liestmann, seien die Vorgaben der Kreisverwaltung deutlich gelockert worden, um dies möglichst vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ermöglichen.

    Als bedeutenden Vorzug bewertet die Gemeinschaftsinitiative auch die bei der Kreisverwaltung herrschende „flexible Arbeitszeit“. „Ein echtes Pfund, mit dem Sie wuchern können“, so Uhl und Kaminski übereinstimmend. „Bei den jeweiligen Arbeitszeiten kommen wir den Wünschen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soweit nur irgend möglich entgegen. Wir gehen dabei bis an die Grenzen des Machbaren und Sinnvollen“, so Liestmann. Als Ansprechpartner des Bürgers sei für den Landkreis nur entscheidend, dass betriebliche Abläufe und die Abwicklung des Kundengeschäftes gesichert seien.

    Ebenfalls positiv wertete die Gemeinschaftsinitiative eine durch die Kreisverwaltung jüngst begonnene Qualifizierungsoffensive, mit der zum Beispiel Aus- und Weiterbildungsangebote auch in Teilzeit wahrgenommen werden können. „Wir brauchen in diesem Zusammenhang einfach flexible Angebote und Möglichkeiten, um auch den für uns immer wichtiger werdenden Quereinsteigern entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten bieten zu können“, so Landrat Blume.

    Als weitere Gründe für die erneute Auszeichnung nannte Kaminski unter anderem das Leitbild der Verwaltung, in dem soziale Eingebundenheit ausdrücklich genannt sei, das ausgewogene Geschlechterverhältnis sowohl bei den Führungskräften als auch insgesamt in der Belegschaft, väterorientierte Maßnahmen ebenso wie Maßnahmen zum beruflichen Wiedereinstieg sowie das Gesundheitsmanagement des Landkreises und die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Betreuungsbedarf von Kindern oder Angehörigen.

    Das Familiensiegel gilt für drei Jahre, also bis einschließlich 2021. Dann kann sich der Landkreis erneut um die Zuerkennung des Siegels bewerben.                   

    Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinschaftliche Initiative des überbetrieblichen Verbundes „Frau & Wirtschaft Lüneburg Uelzen e. V., der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord-Ost-Niedersachsen sowie des Arbeitgeberverbandes Lüneburg-Nordostniedersachsen, der Leuphana-Universität und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbh Lüneburg.