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    MiMi-Gesundheitsprojekt: Erste eigenständige Schulungen mit Zertifikaten gewürdigt (13.02.2019)

    Ihre Ausbildung und Prüfung zur Gesundheitsmediatorin bzw. zum Gesundheitsmediator haben sie bereits vor einigen Monaten mit Erfolg abgeschlossen – nun haben sie auch das eigentliche Ziel des Gesundheitsprojektes „Mit Migranten für Migranten“, kurz MiMi, erreicht – nämlich die eigenständige Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, um das erlernte Wissen zu verschiedensten Gesundheitsthemen an andere Migrantinnen und Migranten weiterzugeben.

    Sozialdezernentin Anna Katharina Bölling (l.) und Leitender Amtsarzt Dr. Gerhard Wermes (r.) zählten zu den ersten GratulantenAls Anerkennung und als Nachweis für diese Leistung hat gestern Anna Katharina Bölling, Sozialdezernentin des Landkreises Uelzen – der nicht nur an dem Projekt beteiligt ist, sondern es auch personell unterstützt – im Rahmen einer Feierstunde im Uelzener Kreishaus Zertifikate an sieben von insgesamt elf Gesundheitsmediatorinnen und –mediatoren übergeben, die einer entsprechenden Einladung der Kreisverwaltung gefolgt waren.

    „Ich möchte mich ganz herzlich für Ihr Engagement bedanken. Sie sind mit dieser Ausbildung und Ihrer Tätigkeit als Gesundheitsmediatoren zu Spezialisten geworden und können wertvolles Wissen als Multiplikatoren im Landkreis vermitteln“, so Bölling im Beisein von Dr. Gerhard Wermes, leitender Amtsarzt des Gesundheitsamtes Uelzen – Lüchow-Dannenberg, der seinerseits dankte und den Mediatoren Glückwünsche aussprach.

    An der Feierstunde nahmen auch ehemalige Dozenten der Mediatorinnen und Mediatoren, Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle „Migration und Teilhabe“ des Landkreises, der Ausländerbehörde und des Gesundheitsamtes teil. Auch ihnen, ebenso wie dem Ethno-Medizinischen Zentrum e. V. Hannover, dankte Bölling für den Einsatz und die Unterstützung und Begleitung des bereits mehrfach ausgezeichneten Projektes.

    Aufstellung zum "Familienfoto" mit Dozenten sowie beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KreisverwaltungInzwischen, so Bölling, würden Gesundheitsmediatoren im Landkreis Uelzen ihre Kenntnisse in 14 Sprachen an Migrantinnen und Migranten vermitteln. Dies sei auch ein großer Erfolg für die „Gesundheitsregion Uelzen“, die sich ständig fortentwickle. Allein im Jahr 2018 hätten im Landkreis Uelzen 44 entsprechende Informationsveranstaltungen mit fast 520 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattgefunden – und zwar in ganz unterschiedlichen Einrichtungen. Darunter die Kreisvolkshochschule, der „Treff am Kö“, diverse Schulen und Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge. „Eine beeindruckende Bilanz“, so Bölling.

    Stellvertretend für die Gesundheitsmediatorinnen und –mediatoren dankte Swetlana Gajbach für die Möglichkeit, an dem Projekt teilzunehmen. Die 50-stündige Ausbildung sei nicht nur sehr interessant gewesen, sondern habe auch sehr viel Spaß gemacht – und das trotz oder gerade wegen der Unterschiedlichkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

    Zertifikate konnten entgegennehmen: Enkelejda Qamo (Albanien) für die Sprachen Albanisch und Griechisch, Alam Khan Naderi (Afghanistan) für die Sprachen Paschtu, Farsi, Dari und Englisch, Swetlana Gajbach (Kasachstan) für die Sprache Russisch, Rebaz Faraj (Irak/Kurdistan) für die Sprachen Kurdisch und Persisch, Rita Trupp (Russland) für die Sprache Russisch, Cosmin-Leonard Lita (Rumänien) für die Sprache Rumänisch sowie Soumaila Kone (Elfenbeinküste) für die Sprachen Französisch und Dioula.