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Vortrag beleuchtet Bedeutung digitaler Medien für junge Geflüchtete (20.03.2019)

„Denen kann es ja gar nicht so schlecht gehen, die haben ja alle Smartphones!“, ist ein Vorurteil, welches insbesondere jungen Geflüchteten entgegengebracht wird. Doch das Smartphone hat für Geflüchtete viel mehr als einen materiellen Wert: Es bietet Orientierung im Alltag einer unbekannter Umgebung, wichtige Kontaktmöglichkeiten zu Bezugspersonen und steigert die Artikulations- und Partizipationsmöglichkeiten sowie die Medienkompetenz der jungen Menschen.

Prof. Dr. Henrike Friedrichs-LiesenkötterIn einem 45-minütigen Vortrag am Montag, 1. April 2019, 16 Uhr im Ratssaal der Hansestadt Uelzen stellt Prof. Dr. Henrike Friedrichs-Liesenkötter, Juniorprofessorin für Bildung mit digitalen Medien an der Leuphana Universität Lüneburg, die Ergebnisse einer Studie zur Bedeutung digitaler Medien aus der Sicht von jungen Geflüchteten sowie von Pädagoginnen und Pädagogen vor. Dabei wird kritisch reflektiert, welche Rolle digitale Medien für die Herstellung von Handlungsfähigkeit junger Geflüchteter einnehmen sowie in Bildungskontexten spielen beziehungsweise spielen sollten. Eine Erkenntnis aus der Studie ist es, insbesondere pädagogische Fachkräfte für die ambivalente Bedeutung von digitalen Medien in den Lebenswelten von Geflüchteten zu sensibilisieren.

Im Anschluss an den Vortrag,  der in Kooperation zwischen dem Bildungsbüro des Landkreises Uelzen, der Anlaufstelle Migration und Integration der Hansestadt Uelzen und der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises stattfindet, ist Zeit für Fragen.

Anmeldungen zum Vortrag sind über das Online-Formular des Bildungsbüros des Landkreises Uelzen möglich: http://bildungskonferenz-lku.itv-ue.de/13