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    Referentin ruft Schulen und Kitas zur Teilnahme an Forschungsprojekten auf

    Der Vortrag zur Bedeutung digitaler Medien für junge Geflüchtete im Ratssaal der Hansestadt Uelzen ist auf große Resonanz sowohl bei pädagogischen Fachkräften als auch bei Bürgerinnen und Bürgern gestoßen. Die Idee zu der Veranstaltung war aus der der letztjährigen Bildungskonferenz „Bildung digital“ der Bildungsregion Uelzen hervorgegangen. Organisiert wurde die kostenlose Folgeveranstaltung in Kooperation zwischen dem Bildungsbüro und der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises Uelzen sowie der Anlaufstelle Migration und Integration der Hansestadt Uelzen.
     
    Vortrags-Referentin Prof. Dr. Henrike Friedrichs-Liesenkötter, Juniorprofessorin für Bildung mit digitalen Medien an der Leuphana Universität Lüneburg, stellte fest, dass digitale Medien in den Lebenswelten von Geflüchteten einerseits unterstützend wirken. Sie erleichterten den Alltag in einem neuen Umfeld, fungierten als Bindeglied zu bürgerschaftlich Engagierten und stärkten in medienpädagogischen Projekten Verständigungs- und Partizipationsmöglichkeiten sowie die Medienkompetenz der jungen Menschen. Andererseits aber transportierten digitale Medien belastende Ereignisse unmittelbar nach Deutschland und schürten auf diese Weise Sorgen bei den Geflüchteten. Aus diesem Grund könnten digitale Medien für hiesige Pädagoginnen und Pädagogen gleichermaßen positive wie negative Bedeutung haben – zum Beispiel bei der Erlaubnis, Smartphones im Unterricht zu erlauben.
     
    Als Ausblick stellte die Referentin zwei neue Forschungsprojekte der Leuphana Universität vor. Weiterführende Schulen aus dem Landkreis Uelzen seien aufgerufen, an einer neuen Studie mit dem Thema „Gelingensbedingungen für die Teilhabe Geflüchteter im Kontext digitalisierter Bildungsarrangements“ teilzunehmen.

    Auch Kitas hätten die Möglichkeit an einer neuen Studie teilzunehmen. Dort gehe es um Bedingungen des Vertrauensaufbaus geflüchteter Eltern bis zu fünfjähriger Kinder gegenüber frühpädagogischen Angeboten. Interessierte Institutionen können sich an das Bildungsbüro des Landkreises Uelzen wenden.

     

    "Job-Parcours" stößt bei Beteiligten auf Begeisterung

    Der erstmals durch den Landkreis Uelzen als Mitorganisator durchgeführte „Job-Parcours“ hat sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrerinnen und Lehrern sowie den beteiligten Unternehmen und Institutionen ein positives Echo hervorgerufen. Zwei Tage lang konnten sich insgesamt mehr als 300 Achtklässler des Herzog-Ernst-Gymnasiums, der Apollonia Oberschule, der Oberschule Bad Bodenteich sowie der Oberschule Rosche in den Räumlichkeiten der ehemaligen Pestalozzischule über verschiedene Berufsbilder informieren und gleichzeitig erste entsprechende praktische Erfahrungen machen.

    Die Achtklässler konnten sich unter anderem über Gesundheitsberufe informierenLandrat Dr. Heiko Blume hatte es sich nicht nehmen lassen, die Beteiligten des Projektes der „Bildungsregion Uelzen“, das gemeinsam von der Niedersächsischen Landesschulbehörde (Fachberaterin für Berufs- und Studienorientierung) und dem Landkreis Uelzen (Bildungsbüro) organisiert worden war, an beiden Tagen persönlich zu begrüßen. „Mit dem Job-Parcours wollen wir die Berufsorientierung an den allgemein bildenden Schulen stärken. Nutzen Sie diese tolle Chance, in verschiedenste Berufe hinein zu schnuppern - Berufe, die Ihnen im Rahmen dieser Veranstaltung vielleicht schon so viel Spaß machen, dass Sie sich später eine Tätigkeit in dem jeweiligen Bereich vorstellen können“, richtete sich Blume an die Jugendlichen.    

    Laut neuesten Erkenntnissen (DIHK Umfrage 2018) werden die unklaren Vorstellungen vieler Schulabgänger über Berufsbilder und die Anforderungen an eine Ausbildung bemängelt. „Aus diesem Grund haben wir im ,Arbeitskreis Übergänge‘  ein praxisorientiertes Workshopangebot entwickelt, bei dem die Schülerinnen und Schüler Berufe aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern kennenlernen können“, so Sabrina Boenschen, Leiterin des Bildungsbüros des Landkreises Uelzen.

    Die Workshops, an denen jeweils zehn bis zwölf Schülerinnen und Schüler teilnehmen konnten, dauerten etwa 45 Minuten und wurden für vier Berufsfelder (Landwirtschaftskammer, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Gesundheitsberufe) angeboten. Aus den verschiedenen Kammern sowie den Gesundheitsberufen waren 16 Betriebe aus der Region vertreten. Insgesamt präsentierten knapp 50 Auszubildende ihre Berufe und ermöglichten den Schülerinnen und Schülern so konkrete Einblicke in den Ablauf und Inhalte einer Ausbildung in den jeweiligen Berufsbildern. Zusätzlich wurden weitere Informationen durch Stände der beiden berufsbildenden Schulen des Landkreises sowie der Agentur für Arbeit angeboten.

    Die angebotenen Workshops stießen auf reges Interesse bei den JugendlichenDass das Konzept voll aufgegangen ist, bestätigt zum Beispiel der 14-jährige Dietrich, Schüler des Herzog-Ernst-Gymnasiums: „Ich bin mit der Vorstellung hergekommen, dass man hier einige Berufe vorgestellt bekommt. Nicht aber, dass man hier so viele praktische Dinge machen kann. Das hat mich positiv überrascht.“ Auch seine Mitschülerin, die 13-jährige Miriam, zieht ein positives Fazit: „Die vielfältigen praktischen Angebote gefielen mir mehr als die theoretischen Teile innerhalb der verschiedenen Workshops. Ich fand es gut, dass man so viel ausprobieren konnte.“ Auch eine abschließende Evaluation zeigt, dass die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler durch den Job-Parcours Impulse für das in Kürze anstehende Betriebspraktikum erhalten hat.

    Begeistert zeigten sich auch die Lehrkräfte der beteiligten Schulen: „Wir finden es toll, dass auch die Lehrkräfte zum Mitmachen animiert werden. Alles ist hier sehr praxisnah gestaltet. Es ist auch klasse, dass die Schülerinnen und Schüler hier ihre selbstgemachten Produkte mit nach Hause nehmen und ihren Eltern zeigen können. Das macht sie natürlich stolz“, so zwei Lehrerinnen von der Oberschule Bad Bodenteich übereinstimmend.

    Für die beteiligten Betriebe liegt der Erfolg der Veranstaltung ebenfalls klar auf der Hand: „Durch unsere Teilnahme erhoffen wir uns natürlich einen direkten Mehrwert für unseren Betrieb – und zwar, indem wir auf direkte Weise mit den jungen Menschen in Kontakt treten und für künftige Praktikums- und Ausbildungsstellen werben können“, so zum Beispiel der Ausbildungsleiter der Firma Sieb & Meyer, der sich – wie die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer – eine Wiederholung der Veranstaltung im nächsten Jahr wünscht.

     

    Bildungsprojekt stärkt Grundschulkinder mit besonderem Förderbedarf

    Um Grundschülerinnen und Grundschüler mit mangelnden Deutsch-Kenntnissen dabei zu unterstützen, unter anderem ihre diesbezüglichen sprachlichen Defizite abzubauen, beteiligt sich der Landkreis Uelzen an dem Projekt „Impuls macht Schule“, das vom Verein „Impuls Stiftung e. V.“ initiiert und durchgeführt wird. Unterstützt wird das Vorhaben sowohl von Seiten des Landkreises durch das Bildungsbüro und die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe als auch durch die Stiftung „Das Eschemannsche Lehen“ der Hansestadt Uelzen.

    Dozentin Daja Wübbens (r.) konnte zur Auftaktveranstaltung des Projektes zahlreiche Lehrkräfte sowie pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßenDie Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des Projektes im Landkreis Uelzen, an dem zunächst die Lucas-Backmeister-Schule und die Sternschule in Uelzen sowie die Grundschule an den Seewiesen in Bad Bodenteich beteiligt sind, hat kürzlich in der Sternschule stattgefunden. Im Rahmen der Veranstaltung wurde den Lehrerinnen und Lehrern das Bildungsprojekt im Detail vorgestellt und bereits in entsprechende Unterrichtsmaterialien und Methoden eingeführt.

    Dazu erklärt Sabrina Boenschen, Leiterin des Bildungsbüros: „Grundlage ist die regelmäßige gemeinsame Bearbeitung von Kinderbüchern und der darauf abgestimmten Begleitmaterialien durch die pädagogischen Fachkräfte.“ Über den Einsatz von bebilderten Geschichtenbüchern, denen sich methodisch auf vielfältige Weise genähert werde, könnten, so Boenschen weiter, neben konkreten Lerninhalten unterschiedliche kognitive wie kreative Fähigkeiten der Kinder gefördert werden. Dies unterstütze nicht nur den deutschen Spracherwerb – Lesefähigkeit ebenso wie Schreibfähigkeiten, sondern auch mathematische Grundkompetenzen.         

    Grundsätzlich handele es sich bei dem Projekt um ein ganzheitlich angelegtes Angebot zur Unterstützung von Grundschülerinnen und Grundschülern.
    Ergebnisse der Bildungsforschung bewiesen, dass gezielte Förderangebote in der Kindheit eine zentrale Bedeutung für den weiteren Bildungserfolg haben und dementsprechend bedeutend sei, umfassend und früh zu unterstützen.

    Insofern sei die Förderung bzw. Begleitung von Kindern mit besonderen Bedarfen, das heißt von Kindern in Integrations- und Sprachlernklassen sowie in Förderstunden, nur als ein erster Schritt im Rahmen des Projektes geplant. Ein Vorhaben, das durch regelmäßige Elterntreffen flankiert werden soll, um die Familien als Partner der Schule bei der Erziehung und Entfaltung des Kindes kontinuierlich einzubinden.

    „Alle Eltern wünschen sich für ihr Kind Erfolg in Bildung und allgemein im Leben. Sind sie Verbündete in Prozessen des Lernens, wird ein Kind grundlegend ermutigt und gestärkt. Mit diesem Selbstvertrauen des Kindes wird das von Lehrenden wie Familien angestrebte Ziel erreichbar“, so Josefin zum Felde von der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises Uelzen.

    Landkreis Uelzen legt dritten Bildungsbericht vor

    Hohe Betreuungsquoten im frühkindlichen Bereich, rückläufige Schülerzahlen, eine steigende Quote beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium, mehr Schulabschlüsse im Bereich der Hoch- und Fachhochschulreife sowie ein stetiger Anstieg der Suderburger Studentenzahlen – diese und weitere interessante Daten und Fakten finden sich im dritten Bildungsbericht des Landkreises Uelzen.

    Das Übersichtswerk richtet sich an alle Akteurinnen und Akteure aus den verschiedenen Bildungsbereichen des Landkreises UelzenMit dem Bericht liegt jetzt erstmalig eine kompakte Übersicht vor, die alle zentralen Daten zu den Bereichen frühkindliche, schulische, berufliche sowie Hochschulbildung enthält – dargestellt in übersichtlich und leicht nachvollziehbarer Form.

    „Als Teil der Bildungsberichterstattung ist die vorliegende Publikation damit eine datengestützte Zusammenfassung, die steuerungsrelevantes Wissen bereitstellt und somit einen Beitrag zur lokalen bildungspolitischen Entscheidungsfindung leisten kann“, erläutert Landrat Dr. Heiko Blume. In dem Bericht werden ausgewählte Kennzahlen fortgeschrieben, um die Entwicklung in den einzelnen Bereichen abzubilden.

    „Um die Bildungslandschaft der Bildungsregion Uelzen bedarfsgerecht weiterentwickeln zu können, muss diese in einem kontinuierlichen, datengestützten Beobachtungs- und Analyseprozess begleitet werden“, so Sabrina Boenschen, Leiterin des Bildungsbüros.

    Das Übersichtswerk richtet sich an alle Akteurinnen und Akteure aus den verschiedenen Bildungsbereichen des Landkreises Uelzen, an Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie an interessierte Einwohnerinnen und Einwohner.

    Der dritte Bildungsbericht des Landkreises Uelzen ist ab sofort im Internetportal des Landkreises Uelzen einsehbar.

    5. Bildungskonferenz zum Thema Digitalisierung stößt auf großes Interesse

    Nahezu bis auf den letzten Platz besetzt – so präsentierte sich der große Hörsaal der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften am Campus Suderburg anlässlich der fünften Bildungskonferenz in der Bildungsregion Uelzen, zu der Landrat Dr. Heiko Blume und Sabrina Boenschen, die Leiterin des Bildungsbüros des Landkreises, unter dem Motto „Bildung digital“ insgesamt weit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen konnten.

    Das Ensemble "Drei Damen unterwegs", dargestellt von Brigitte Kaminski, Ute Grailing und Beate Schröder-Wettwer, begeistert sich für die zunehmende Digitalisierung in der Geselschaft - allerdings nicht ohne unüberhörbare ironische Zwischentöne„Bildung und Digitalisierung werden künftig untrennbar miteinander verbunden sein“, stellte der Landrat gleich zu Beginn der Veranstaltung klar. In diesem Zusammenhang kämen sowohl auf das Land Niedersachsen als auch auf den Landkreis als Träger der weiterführenden Schulen viele Aufgaben zu. Dies betreffe, so Blume weiter, aber nicht nur die erforderliche Infrastruktur, sondern auch sehr viele inhaltliche Aspekte, denen man sich im Rahmen der Konferenz nähern wolle. Diesbezüglich seien letztlich insbesondere Lehrerinnen und Lehrer gefragt. „Wir wollen, was das Thema Bildung und Digitalisierung betrifft, nichts überstürzen oder übertreiben, aber wir können und wollen die derzeitigen Entwicklungen auf diesem Gebiet auch nicht ignorieren“, wies Blume auch auf aktuelle Pläne und Aktivitäten des Bundes, des Landes Niedersachsen und der Europäischen Union hin. Abschließend warnte der Uelzener Landrat vor einer „digitalen Spaltung“ der Gesellschaft, die es unbedingt zu vermeiden gelte. Insofern müssten künftig nicht nur die Jüngeren von den Älteren lernen, sondern auch die Älteren von den Jüngeren.

    Neben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern richtete Blume seinen Dank auch an Dr. Detlef Gaus bzw. die Ostfalia Hochschule, die wiederholt als Veranstaltungsort der Konferenz zur Verfügung stand. Gaus seinerseits versichere dem Landrat: „Die Ostfalia steht als verlässlicher Partner des Landkreises sowohl beim Thema Bildung als auch beim Thema Digitalisierung.“

    Sabrina Boenschen vom Bildungsbüro des Landkreises, das die Bildungskonferenz vorbereitet hatte, begann ihre Ausführungen zunächst mit einem Rückblick auf die vergangene Konferenz unter dem Motto „Bildung interkulturell“, daraus resultierende Initiativen und die Entwicklung der Bildungsaktivitäten innerhalb der Bildungsregion insgesamt. Zum Thema Digitalisierung machte sie deutlich, dass das Kreis-Bildungsbüro permanent mit entsprechenden Fragestellungen konfrontiert sei. „Dies bezieht sich nicht nur auf die Strukturqualität, das heißt die strukturelle Ausstattung des Landkreises zum Beispiel in Bezug auf Glasfaser oder die Ausstattung von Schulen, sondern auch auf die Entwicklung notwendiger Kompetenzen“, so Boenschen.

    Bevor sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann im weiteren Verlauf der Veranstaltung in insgesamt sechs Workshops mit verschiedenen Fragestellungen zum Thema beschäftigten und dazu zahlreiche Ideen zur jeweiligen Herangehensweise einbrachten, ließen sie sich durch einen sehr interessanten, unterhaltsamen und vor allem interaktiven Vortrag – gehalten von Jutta Croll, Vorsitzende der „Stiftung Digitale Chancen“ aus Berlin – bei dem die Zuhörer immer wieder ihre Smartphones bzw. eine entsprechende App nutzen konnten,  hinsichtlich derzeitiger gesellschaftlicher Digitalisierungsprozesse einstimmen. Bei dem Vortrag unter dem Motto „Medienkompetenz als Schlüssel der Chancengleichheit in der Informationsgesellschaft“ ging es unter anderem um Wege, wie digitales Wissen erworben werden kann sowie um verschiedene Nutzertypen beziehungsweise um die entsprechende prozentuale Verteilung in der Bevölkerung. Auch auf Fragen und allgemeine kritische Anmerkungen zu aktuellen Digitalisierungsprozessen aus dem Forum gab die Expertin bereitwillig Auskunft.

    Gegen Ende der Veranstaltung präsentierten die sechs Leiterinnen und Leiter der Workshops (vorne rechts) ihre ErgebnisseAufgelockert wurde die Veranstaltung anschließend durch eine kurzweilige Theateraufführung des Ensembles „Drei Damen unterwegs“ – dargestellt von Brigitte Kaminski, Ute Grailing und Beate Schröder-Wettwer – die sich als Seniorinnen für die zunehmende Digitalisierung in der Gesellschaft begeistern. Allerdings nicht ohne unüberhörbare ironische Zwischentöne.

    Im Anschluss an die darauf folgenden Workshops wurden dem gesamten Forum stichpunktartig die wichtigsten Ergebnisse vorgestellt. So zum Beispiel die Erkenntnis, im Kita-Alltag mit niedrigschwelligen digitalen Angeboten zu arbeiten beziehungsweise nicht sämtliche Angebote durch digitale Medien zu ersetzen, sondern diese als Ergänzung zu bisherigen Angeboten zu sehen. Darüber hinaus erarbeiteten die Konferenzteilnehmer verschiedene Wissensgebiete, die sich mit digitalen Medien erlernen lassen und auch das Thema „Barrierefreiheit und Inklusion“ wurde in diesem Zusammenhang berücksichtigt.

    Abschließend zog Landrat Dr. Blume ein positives Fazit der fünften Bildungskonferenz: „Es lohnt sich zu erarbeiten und zu zeigen, was bei diesem Themenfeld alles möglich ist. Ganz sicher wird uns das Thema künftig stark beschäftigen.“ Er forderte alle Beteiligten auf, sich dem Thema nicht zu verschließen und aktiv an Lösungsansätzen mitzuarbeiten.

    Die nächste Bildungskonferenz findet am 19. September 2019 statt.

     

    Erstes Qualitätssiegel der Bildungsregion Uelzen geht an das Gustav Stresemann Institut

    Mit dem „Gustav Stresemann Institut“ in Bad Bevensen ist gestern die erste Bildungseinrichtung im Landkreis Uelzen offiziell mit dem Qualitätssiegel der „Bildungsregion Uelzen“ ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer Feierstunde übergab Landrat Dr. Heiko Blume das entsprechende Zertifikat an Martin Kaiser, den Leiter des Bildungsinstituts, als Anerkennung und Würdigung für die Umsetzung des Projektes „Vielfalt verbindet – Interkulturelle Öffnung von Verbänden“.

    Martin Kaiser (l.) und die Projektverantwortliche Ulrike Christiansen (2.v.l.) freuen sich über das erste Qualitätssiegel der Bildungsregion Uelzen, das Landrat Dr. Heiko Blume und Sabrina Boenschen vom Bildungsbüro dem Gustav Stresemann Institut überreichtenDurch entsprechende Schulungen von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren soll im Rahmen des Projektes unter anderem die interkulturelle Öffnung teilnehmender Verbände unterstützt und gefördert werden. Neben dem „Gustav Stresemann Institut“ ist auch der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie die THW-Jugend Niedersachsen und Bremen als Träger an dem Kooperationsprojekt beteiligt. Konkret geht es insbesondere darum,  haupt- und ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vereinen, Verbänden und Organisationen in ihrer interkulturellen Kompetenz zu stärken und zugewanderte Menschen in deren Aktivitäten und Strukturen einzubeziehen.

    Ausdrücklich dankte Landrat Blume vor diesem Hintergrund den anwesenden Verantwortlichen für ihre Beteiligung an dem Projekt: „Mit dieser außergewöhnlichen Bildungsmaßnahme erfüllt das Gustav Stresemann Institut nicht nur eines der wichtigsten Leitziele der Bildungsregion Uelzen, nämlich die Ermöglichung von Teilhabe, sondern es erfüllt damit alle Qualitätskriterien, die für eine Zertifizierung durch die Bildungsregion erforderlich sind. Dazu zählen Aspekte der umfänglichen Information, der transparenten Beschreibung und Zielsetzung der Angebote, die Sicherstellung bedarfsgerechter und erreichbarer Angebote für alle Zielgruppen sowie weitere strukturelle und organisatorische Gesichtspunkte.

    „Sie können zu Recht stolz darauf sein, im Landkreis Uelzen als erste Bildungseinrichtung das Qualitätssiegel der Bildungsregion zu bekommen“, so der Landrat. Die erste Verleihung des Zertifikats dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Bildungsregion Uelzen bereits zahlreiche innovative Maßnahmen und Projekte stattfinden, die mit dem Qualitätssiegel der Bildungsregion ausgezeichnet werden sollen.

    Ein solches Qualitätssiegel bietet übrigens nicht nur den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der jeweiligen Maßnahme ganz konkrete Vorteile, sondern auch der jeweiligen Bildungseinrichtung beziehungsweise dem jeweiligen Bildungsakteur selbst. Darauf macht Sabrina Boenschen, Leiterin des Bildungsbüros des Landkreises Uelzen, aufmerksam. So spreche das Siegel auch für eine mögliche administrative Unterstützung des Projektes durch das Bildungsbüro. „Letztlich“, so Boenschen, „ist das Siegel der Bildungsregion Uelzen ein sichtbares Zeichen dafür, wie Projekte die vereinbarten Qualitätskriterien mit Leben füllen und damit zur Weiterentwicklung der Bildungsregion und zum Ausbau zu einem noch attraktiveren Lebens- und Arbeitsort für alle Menschen beitragen“. Logo Qualitätssiegel Bildungsregion

    Weitere Informationen zum Projekt „Vielfalt verbindet – Interkulturelle Öffnung von Verbänden“ sind erhältlich bei Ulrike Christiansen unter der Rufnummer 0151/23666765 und der E-Mail-Adresse ulrike.christiansen@gsi-bevensen.de oder unter der Adresse www.gsi-bevensen.de.

    Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Inneren im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenarbeit durch Teilhabe“ sowie durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen der Richtlinie „Migration, Teilhabe und Vielfalt“.

    Wer sich mit einem Projekt um das Qualitätssiegel der Bildungsregion Uelzen bewerben bzw. allgemeine Infos zum Qualitätssiegel der Bildungsregion und den entsprechenden Kriterien erhalten möchte, kann sich unter der Rufnummer 0581/82-2996 an das Bildungsbüro des Landkreises Uelzen wenden.

     

    Bildung findet vor Ort statt

    Mit dem Aufbau der Bildungsregion Uelzen hat sich der Landkreis Uelzen auf den Weg gemacht, Bildungs- und Teilhabechancen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern. Dieses Ziel soll erreicht werden, indem Bildungsakteure vernetzt, ein datenbasiertes Bildungsmanagement aufgebaut sowie Konzepte und Ideen zur Weiterentwicklung der Bildungslandschaft erarbeitet werden. Hierzu hat der Landkreis Uelzen seit 2013 ein Bildungsbüro aufgebaut.
    Unterstützt wird die Arbeit des Landkreises durch das Landesprogramm ‚Bildungsregionen‘ (seit 2015) sowie die Programme ‚Bildung integriert‘ und ‚Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte‘ aus dem Bundesministerium Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfond (seit 2016).

     

    Aufgaben des Bildungsbüros sind:

    • Bestandsaufnahme der Bildungsaktivitäten im Landkreis,
    • Erhebung und Auswertung von statistischen Bildungsdaten,
    • Schaffen einer Plattform zur Vernetzung aller Bildungsakteure,
    • Ansprechpartner und Informationsknotenpunkt für Bildungsakteure und Unternehmen der Region,
    • Anstoß und Koordination zur gemeinsamen Entwicklung und Gestaltung einer Bildungslandschaft im Landkreis Uelzen.